aufwachen! aufwachen! aufwachen!

Karikaturen zur Zeit von Alfred Kohlbacher

Ausstellung im Rahmen der 2. Rosa Luxemburg Konferenz
Freitag, 1. März 2019, 17.45 Uhr (VHS Hietzing)

Zu den Karikaturen von Alfred (Ali) Kohlbacher:

Ali Kohlbachers Karikaturen sind seine Kommentare und Urteile zu den Mechanismen und Folgen des herrschenden Neoliberalismus, die ihn betroffen machen, die in ärgern und schmerzen. Ali Kohlbacher ist ein antikapitalistisch und internationalistisch denkender und handelnder Sozialdemokrat. Schonungslos führt er die Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse in Österreich und in der Welt, den Menschen drastisch vor Augen, nicht um zu jammern oder zu klagen, sondern um aufzurufen, für ein sozial gerechtes, freies, friedliches und mit der Natur versöhntes Leben weltweit in Solidarität vereint zu kämpfen. Er will mit seinen Karikaturen beitragen um eine bessere Welt zu schaffen, in der seine Karikaturen nicht mehr notwendig sind.

Ali Kohlbacher im O-Ton: „Mein an marxistischer Philosophie geschultes Menschen- und Gesellschaftsbild und mein systemisches Denken lassen mich in allen Träumen, Wünschen und Handlungen der Menschen und Institutionen das Wirken der ökonomischen „Gesetzlichkeiten“ und ethischen Normen des herrschenden neoliberalen Gesellschaftssystems erkennen. Kapitalismus ist eben nicht nur ein Wirtschaftssystem, sondern prägt auch den kulturellen „Überbau“. Die herrschenden Gedanken sind die Gedanken der Herrschenden (So Marx). Sie spiegeln sich in den Liebesbeziehungen, im Umgang mit den Menschen oder im Umgang mit der Natur die Normen des Kapitalismus. Das „Ich zuerst“ hat zunehmend das „Wir gemeinsam“ verdrängt.

„Spitze Feder“ – Karikaturen von Ali Kohlbacher auf Unsere Zeitung

RLI: Ziele – Zwecke – Erfolge, und wie weiter?

Workshop – Rosa Luxemburg Institut (Österreich)
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 7)

Mit diesem Workshop soll ein neuer Start gelingen für die Re-Strukturierung und Orientierung von Institut, Verlag und Trägerverein.

„Es gibt nichts Gutes, ausser frau tut es!“

Ziele u.a.:

  • Klärung der Interessen der Beteiligten, speziell der „Neuen“
  • Aktualisierung der Zielsetzungen und Arbeits-Inhalte
  • Auf Dauer soll ein neues Team jüngerer Frauen die Arbeit übernehmen.
  • Klärung der Rahmenbedingungen:
    – Wie kann ein neuer Versuch gelingen? Oder soll dieser aufgegeben werden?
    – Vorschläge für Arbeits-Inhalte oder Themen
    – Feminismus in Naturwissenschaften und Technik
    – Frauen und Entwicklung weltweit (Globalisierung)
    – Philosophie: „ins Gelingen verliebt“ – Nächte der Philosophinnen
    – Wie bringe ich einen Buchverlag voran?
    – Wie und wo kann ich Projekt-Förderungen lukrieren?
    – Aktuelle Aufgaben
    – Webseite neu gestalten in wordPress, und die bisherige als Archiv online bleiben
    – Öffentliche Veranstaltungen und interne Arbeitskreise oder Workshops durchführen
    – FORSCHUNGSPROJEKTE
    – Interessierten Studentinnen wird wiederum eine Praktikumsmöglichkeit geboten
    – Synergien sollen geschaffen werden durch Vernetzung und Kooperation. Zielsetzung?
    – TERMINFIXIERUNG für ein weiteres ein „kick-off“-Treffen.
    – Wer hat Lust, mitzumachen?

Nähere Informationen und Kontakt:
Dr. Mag. Margarete Maurer
Email: margarete.maurer@univie.ac.at
Mobiltelefon (tgl. 13-14 Uhr): 0680-4040997
http://frauen.at, BUCH-Shop RLI-Verlag: http://philosophische-praxis.jimdo.com/shop-rli-verlag/

Demokratischer, ökologischer Sozialismus in Ö und EU

Hauptforderungen im Ländervergleich – Vortrag & Diskussion – DIE LINKE Österreich
(Samstag, 3. März, 10:30 bis 12 Uhr, Kursraum 3)

©Die Linke v.l.: J. Zeller, H. Soyoye-Rothschädl, A. Rieck, U. Martin

Mehr, andere, weniger EU? Mehr Demokratie oder mehr Rechte für repräsentative Demokratie? Gute Arbeit für alle oder ein bedingungsloses Grundeinkommen? Nationalstaat oder Europa der Regionen? Globalisierung bekämpfen oder entschärfen? Wirtschaft oder Umwelt? Warten auf den Zusammenbruch oder die Gesellschaft demokratisch in sozialistische Gesellschaft umbauen?

Es existieren europaweit sehr unterschiedliche Schwerpunkte in sozialistischen Parteien und Organisationen. In dem Vortrag werden die linken, parteipolitischen Positionen verschiedener europäischer Länder gegenübergestellt und bewertet, um eine Richtungsentscheidung auch in Österreich in die Wege zu leiten. Was eine wesentliche Voraussetzung für ein künftiges österreichweites Bündnis linker Kräfte ist.

Gemeinsam diskutieren wir mit euch  im Anschluss, wie wir in Österreich zu diesen Positionen stehen.

Alternative und Linke Medien

Diskussion & Workshop – Tageszeitung junge Welt, Radio WiderhallUnsere Zeitung, WienTV.org
(Samstag, 3. März, 14:00 bis 15.30 Uhr, Kursraum 10)

Die österreichische Medien- und Meinungslandschaft wird vom ORF, von den Boulevardmedien und von wirtschaftsliberalen bis konservativen Tageszeitungen dominiert. Besonders das Phänomen der Gratiszeitungen hat in den letzten Jahren starke Veränderungen hin zu einem noch plumperen und aggressiveren Grundtenor bewirkt, in dem progressive, demokratische, linke Positionen scheinbar chancenlos bleiben. Um mehr Menschen – auch außerhalb der vielzitierten „linken Blase“ – zu erreichen, führt kein Weg an neuen Konzepten und professionell gestalteten alternativen und linken Medien vorbei. In dieser Diskussion werden einige dieser Konzepte sowie Erfahrungen linker Medien vorgestellt und vor allem wird gefragt: Wie können wir uns vernetzen, um die Macht des rechten Mainstreams zu brechen?

Es diskutieren (u.a.):

„Geheimsache Rosa Luxemburg“

Portraittheater-Performance am zweiten Tag der I. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien: Samstag, 3. März, 10 Uhr

Rosa Luxemburg – viele Menschen kennen nur ihren Namen. Von manchen wird sie verherrlicht, von anderen verdammt. Doch was hat diese Frau tatsächlich gedacht und gemacht? Was hat sie zu aktuellen Themen wie Demokratie, Kapitalismus und Demokratie zu sagen?

Anita Zieher als Rosa Luxemburg (Foto: © Reinhard Winkler/portraittheater.net)

Eine Frau redet, stört, polarisiert. Rosa Luxemburg war eine bedeutende Kämpferin, Theoretikerin und Politikerin der europäischen Arbeiterbewegung. Ihr gewaltsamer Tod, die Gefängnisaufenthalte, das unbedingte Einstehen für ihre Ansichten, der Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter waren einzigartig in der Geschichte. Ihre Briefe zeugen von einer sensiblen und unerschütterlich optimistischen Einstellung. Ihre Reden gelten als brillante Glanzstücke der Rhetorik. Aber sie gilt auch als fehlerhaft, als aufmüpfige Sozialdemokratin, als Kommunistin, Abtrünnige und Aufhetzerin.

Unpolitisch sein heißt politisch sein ohne es zu merken.
Rosa Luxemburg

„Talking About A Revolution“

Nina Maron, Fritz und Philipp Nussböck eröffnen die Rosa Luxemburg Konferenz 2018 am Freitag, den 2. März um 18.30 Uhr

„We dont need another hero“ – 70x50cm Öl auf Leinwand – © Nina Maron

Ausstellung: „Talking About A Revolution“

Nina Maron verwehrt sich gegen jede Form von Eindimensionalität und Bruchlosigkeiten, mit beinah soziologischer Akribie decouvriert sie gesellschaftliche Prozesse der Entstehung, Verfestigung und Fortschreibung (bewusst wie unbewusst), sowie das gegenseitige Einander Bedingen von Zuschreibungen, Klischees, Vorurteilen oder Tabus – und verweist weiter auf die ihnen zugrunde liegenden Strukturen, Systematiken. (Textauszug Evelyn Schalk/Ausreisser)

Die Ausstellung „Maron/Maron – Talking About A Revolution“ spannt einen malerischen Dialog mit den Werken von Nina Maron als auch von ihrem Vater, dem im Juli 2016 verstorbenen Liedermacher und Künstler Sigi Maron. Sigi Maron war der Inbegriff und eine Galionsfigur der österreichischen Polit-Singerszene, ein überzeugter Atheist und Kommunist. Seine Tochter Nina (geb. 1973) studierte bei Prof. Adolf Frohner an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und arbeitet seit 1993 international erfolgreich als freischaffende Künstlerin.

Fritz Nussböck

Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von Fritz und Philipp Nussböck. Liedermacher Fritz Nussböck, pensionierter Uhrmacher, hat viele Lieder und G’schichtln geschrieben – vor allem mit seinem Freund Sigi Maron. Viele Maron-Texte stammen aus der Feder von Fritz bzw. wurden gemeinsam entwickelt. Einige davon werden er und sein Sohn Philipp an diesem Abend zum Besten geben.

Im Anschluss:

20.00 Uhr: „weiter weiter weiter“ von Michail Schatrow – Eine szenische Lesung des Theaterensembles im Umkreis des Instituts ohne direkte Eigenschaften (vulgo „Perinetkeller“)

Aktuelle Situation in Kuba

Workshop & Diskussion – Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG)
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 3)

Letzte Ehre für Fidel Castro in Camagüey (Quelle: Cubadebate)

Die aktuelle Situation Kubas ist geprägt durch mehrere innere und äußere Faktoren. Neben den wichtigsten Zielen Kubas, die Aufhebung der US-Wirtschaftsblockade, die Rückgabe des durch den US-Marinestützpunkt besetzten Gebietes in Guantánamo und die Beendigung der illegalen Unterstützung der internen Subversion durch die USA im Land, sowie der Kampf gegen den weltweiten Medienterror gegen Kuba, hat das Land mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Diese Probleme sind zwar Großteils auf Grund der US-Blockade gegen Kuba sowie der jahrhundertelangen kolonialen Ausbeutung (so wie in anderen Ländern der „Dritten-Welt“) entstanden, haben jedoch auch interne Gründe. 2011 wurden in einem beispielhaft demokratischen Prozess Reformen erarbeitet, die viele private Kleinunternehmen entstehen ließen und Auslandsinvestitionen anziehen sollen. Ziel ist, der Bevölkerung eine Verbesserung der Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Am 19. April wird der Präsident Kubas durch das kubanische Parlament (Poder Popular) gewählt, deren Abgeordnete bei den allgemeinen Wahlen vom 11. März gewählt werden. Raúl Castro wird nicht mehr als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass die Generation der Revolutionäre von 1959 an der Spitze Kubas abgelöst wird. Die Bedeutung dieser Veränderung soll im Workshop diskutiert werden.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft betreibt seit 1969 Solidarität mit Kuba. Was das bedeutet und welche Bedeutung diese Solidarität für Kuba und Österreich hat, wollen wir unter dem Motto „Warum sind wir mit Kuba solidarisch?“ darstellen.

Am Podium:

  • Marieta García Jordán, Geschäftsführende Botschafterin der Republik Kuba in Österreich
  • Jessica Müller, Präsidentin der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft
  • Ali Kohlbacher, seit der Gründung der ÖKG in der Solidaritätsarbeit für Kuba aktiv

„Kann Rosa Luxemburg als Feministin bezeichnet werden?“

Vortrag von Klara Schärr – Rosa Luxemburg Institut (Österreich)
(Samstag, 3. März, 14:00 bis 15.30 Uhr, Kursraum 8)

Das Generalthema der Konferenz: „Eure Ordnung ist auf Sand gebaut“, wird in Hinblick auf das Patriarchat reflektiert und analysiert.

Klara Schärr erläutert, was unter „Feminismus“ zu verstehen sei und wie sich dies seit 1968 verändert hat: Inwiefern hat Rosa Luxemburg zu den feministischen Themen Analysen geleistet und/oder sich an Aktionen beteiligt, welche damals nicht so hießen, aber der Sache nach dazugehören.

ROSA LUXEMBURG: „Ich bin ein Land der unbeschränkten Möglichkeiten“ (Rosa-Luxemburg-Institut)

Die Politikwissenschaftlerin Klara Schärr hat in Berlin an der 68er Bewegung mitgemacht und überblickt mehrere Jahrzehnte linker und feministischer Politik.

Sie ist Autorin des Aufsatzes „Rosa Luxemburg: Mit Hirn und Herz gegen Imperialismus, Militarismus und Krieg“ im Buch des Rosa Luxemburg-Institutes WIEN. Das Buch wird ergänzend zum Vortrag kurz vorgestellt von Margarete Maurer.

Generation prekär – WEHR DICH!

PraktikantInnen, Lehrlinge und BerufseinsteigerInnen im Fokus gewerkschaftlicher Debatten

Workshop – GPA-djp Jugend
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 8)

Foto: www.watchlist-praktikum.at

Viele Jüngere werden in immer prekärer Formen des Einstiegs in das Berufsleben gedrängt. Praktika, Werkvertrag, Befriste Arbeitsverträge und Co bestimmen den Berufseinstieg vieler junger Menschen heute. Was sind hier gewerkschaftliche Herausforderungen und wie kann die Gewerkschaft auf diese Entwicklungen reagieren?

Alternative Handelsbeziehungen

TTIP, CETA, EPAs, JEFTA -Freihandelsabkommen soweit das Auge reicht!

Workshop mit Julia Eder – Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik & weltumspannend arbeiten
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 9)

Massenprotest in Berlin gegen TTIP/CETA am 10. Oktober 2015 (Foto: foodwatch/flickr.com; Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Im Workshop setzen wir uns damit auseinander, wie Freihandelspolitik und zwischenstaatliche Kooperation zusammenhängen bzw. in Verbindung gebracht werden. In einem zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit alternativen Formen Handel zwischen Staaten zu organisieren. Dafür sehen wir uns ausgewählte Beispiele aus  Vergangenheit und Gegenwart an und diskutieren, was wir von ihnen für den aktuellen österreichischen bzw. europäischen Kontext lernen können.