Nach- und Vorbesprechung Rosa Luxemburg Konferenz 2018/2019

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18.30 Uhr,
Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss)

Wir laden alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich an der Rosa Luxemburg Konferenz 2018 aktiv beteiligt haben und alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich bei der Planung zur Rosa Luxemburg Konferenz 2019 (Wien) aktiv beteiligen wollen, herzlich ein am Mittwoch, den 27. Juni um 18.30 Uhr ins Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss) zu kommen.

Wir wollen die 1. Rosa Luxemburg Konferenz kritisch-solidarisch Revue passieren lassen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und erste Überlegungen für die 2. Konferenz am 1./2. März 2019 anstellen.

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Radio und TV-Beiträge zur Rosa Luxemburg Konferenz 2018

Während etablierte, bürgerliche Medien die Rosa Luxemburg Konferenz zumeist völlig ignoriert haben, gab es zahlreiche alternative Medien, die ausführlich darüber berichteten:

785. radio%attac – Sendung, 26. 03. 2018:

Radio Widerhall vom 17.3.2018: Eure Ordnung ist auf Sand gebaut – Einblick in die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Wien 2018:

WienTV.org: 1. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien – „Eure Ordnung ist auf Sand aufgebaut“ (5.3.2018)

Erwartungen übertroffen

Großer Andrang bei der I. Rosa Luxemburg Konferenz in Österreich

Solidarität zum Anfassen (Foto: R. Manoutschehri)

Am richtigen Ort und zur richtigen Zeit schien vergangenes Wochenende die erste Rosa Luxemburg Konferenz in der VHS Hietzing über die Bühne gegangen zu sein. Veranstaltet von Unsere Zeitung – DIE DEMOKRATISCHE und unterstützt von über 70 Organisationen/Initiativen kamen am Freitag und Samstag rund 500 BesucherInnen nach Wien-Hietzing und beteiligten sich am bunten Programm.

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„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut“

I. Rosa Luxemburg Konferenz in Österreich

2./3. März 2018
VHS Hietzing
(Hofwiesengasse 48, 1130 Wien;
öffentlich erreichbar mit U4 bis Hietzing,
60er Richtung Rodaun direkt bis Hofwiesengasse)

EINTRITT FREI
(Keine Anmeldung erforderlich)

Konferenzzeiten:

  • Freitag, 2. März, 17.00 bis 22.00 Uhr
  • Samstag, 3. März, 9.00 bis 22.00 Uhr

Es wird immer deutlicher, dass die bisher herrschende Ordnung, so mächtig sie uns heute noch erscheinen mag, auf Sand gebaut ist. Die Notwendigkeit der Überwindung des Kapitalismus stellt sich daher einmal mehr ganz konkret. Die Linke steht dabei vor der Frage, mit welchen Theorien, Programmen, Strategien und Methoden sie den Kampf für eine bessere, gerechtere Welt weiterführen möchte. Die Rosa Luxemburg Konferenz ist ein Forum, wo genau diese linken Strategiedebatten von einer antikapitalistischen Perspektive aus solidarisch und breit geführt werden sollen. Nach dem Vorbild des gleichnamigen Events in Berlin wollen wir die Möglichkeit bieten, Erfahrungen, Analysen und Aktivitäten linker Bewegungen und Parteien in Österreich aber auch international zu diskutieren. Im Rahmen der Konferenz werden linke Organisationen, Vereine und Verlage ihre Arbeit mit Infoständen und inhaltlichen Programmpunkten präsentieren. Abgerundet wird das Programm mit Kunst & Kultur.

Rückfragen:
Unsere Zeitung, redaktion@unsere-zeitung.at , Tel.: 0650/2537036

RLI: Ziele – Zwecke – Erfolge, und wie weiter?

Workshop – Rosa Luxemburg Institut (Österreich)
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 7)

Mit diesem Workshop soll ein neuer Start gelingen für die Re-Strukturierung und Orientierung von Institut, Verlag und Trägerverein.

„Es gibt nichts Gutes, ausser frau tut es!“

Ziele u.a.:

  • Klärung der Interessen der Beteiligten, speziell der „Neuen“
  • Aktualisierung der Zielsetzungen und Arbeits-Inhalte
  • Auf Dauer soll ein neues Team jüngerer Frauen die Arbeit übernehmen.
  • Klärung der Rahmenbedingungen:
    – Wie kann ein neuer Versuch gelingen? Oder soll dieser aufgegeben werden?
    – Vorschläge für Arbeits-Inhalte oder Themen
    – Feminismus in Naturwissenschaften und Technik
    – Frauen und Entwicklung weltweit (Globalisierung)
    – Philosophie: „ins Gelingen verliebt“ – Nächte der Philosophinnen
    – Wie bringe ich einen Buchverlag voran?
    – Wie und wo kann ich Projekt-Förderungen lukrieren?
    – Aktuelle Aufgaben
    – Webseite neu gestalten in wordPress, und die bisherige als Archiv online bleiben
    – Öffentliche Veranstaltungen und interne Arbeitskreise oder Workshops durchführen
    – FORSCHUNGSPROJEKTE
    – Interessierten Studentinnen wird wiederum eine Praktikumsmöglichkeit geboten
    – Synergien sollen geschaffen werden durch Vernetzung und Kooperation. Zielsetzung?
    – TERMINFIXIERUNG für ein weiteres ein „kick-off“-Treffen.
    – Wer hat Lust, mitzumachen?

Nähere Informationen und Kontakt:
Dr. Mag. Margarete Maurer
Email: margarete.maurer@univie.ac.at
Mobiltelefon (tgl. 13-14 Uhr): 0680-4040997
http://frauen.at, BUCH-Shop RLI-Verlag: http://philosophische-praxis.jimdo.com/shop-rli-verlag/

Demokratischer, ökologischer Sozialismus in Ö und EU

Hauptforderungen im Ländervergleich – Vortrag & Diskussion – DIE LINKE Österreich
(Samstag, 3. März, 10:30 bis 12 Uhr, Kursraum 3)

©Die Linke v.l.: J. Zeller, H. Soyoye-Rothschädl, A. Rieck, U. Martin

Mehr, andere, weniger EU? Mehr Demokratie oder mehr Rechte für repräsentative Demokratie? Gute Arbeit für alle oder ein bedingungsloses Grundeinkommen? Nationalstaat oder Europa der Regionen? Globalisierung bekämpfen oder entschärfen? Wirtschaft oder Umwelt? Warten auf den Zusammenbruch oder die Gesellschaft demokratisch in sozialistische Gesellschaft umbauen?

Es existieren europaweit sehr unterschiedliche Schwerpunkte in sozialistischen Parteien und Organisationen. In dem Vortrag werden die linken, parteipolitischen Positionen verschiedener europäischer Länder gegenübergestellt und bewertet, um eine Richtungsentscheidung auch in Österreich in die Wege zu leiten. Was eine wesentliche Voraussetzung für ein künftiges österreichweites Bündnis linker Kräfte ist.

Gemeinsam diskutieren wir mit euch  im Anschluss, wie wir in Österreich zu diesen Positionen stehen.

Alternative und Linke Medien

Diskussion & Workshop – Tageszeitung junge Welt, Radio WiderhallUnsere Zeitung, WienTV.org
(Samstag, 3. März, 14:00 bis 15.30 Uhr, Kursraum 10)

Die österreichische Medien- und Meinungslandschaft wird vom ORF, von den Boulevardmedien und von wirtschaftsliberalen bis konservativen Tageszeitungen dominiert. Besonders das Phänomen der Gratiszeitungen hat in den letzten Jahren starke Veränderungen hin zu einem noch plumperen und aggressiveren Grundtenor bewirkt, in dem progressive, demokratische, linke Positionen scheinbar chancenlos bleiben. Um mehr Menschen – auch außerhalb der vielzitierten „linken Blase“ – zu erreichen, führt kein Weg an neuen Konzepten und professionell gestalteten alternativen und linken Medien vorbei. In dieser Diskussion werden einige dieser Konzepte sowie Erfahrungen linker Medien vorgestellt und vor allem wird gefragt: Wie können wir uns vernetzen, um die Macht des rechten Mainstreams zu brechen?

Es diskutieren (u.a.):

„Geheimsache Rosa Luxemburg“

Portraittheater-Performance am zweiten Tag der I. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien: Samstag, 3. März, 10 Uhr

Rosa Luxemburg – viele Menschen kennen nur ihren Namen. Von manchen wird sie verherrlicht, von anderen verdammt. Doch was hat diese Frau tatsächlich gedacht und gemacht? Was hat sie zu aktuellen Themen wie Demokratie, Kapitalismus und Demokratie zu sagen?

Anita Zieher als Rosa Luxemburg (Foto: © Reinhard Winkler/portraittheater.net)

Eine Frau redet, stört, polarisiert. Rosa Luxemburg war eine bedeutende Kämpferin, Theoretikerin und Politikerin der europäischen Arbeiterbewegung. Ihr gewaltsamer Tod, die Gefängnisaufenthalte, das unbedingte Einstehen für ihre Ansichten, der Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter waren einzigartig in der Geschichte. Ihre Briefe zeugen von einer sensiblen und unerschütterlich optimistischen Einstellung. Ihre Reden gelten als brillante Glanzstücke der Rhetorik. Aber sie gilt auch als fehlerhaft, als aufmüpfige Sozialdemokratin, als Kommunistin, Abtrünnige und Aufhetzerin.

Unpolitisch sein heißt politisch sein ohne es zu merken.
Rosa Luxemburg

„Talking About A Revolution“

Nina Maron, Fritz und Philipp Nussböck eröffnen die Rosa Luxemburg Konferenz 2018 am Freitag, den 2. März um 18.30 Uhr

„We dont need another hero“ – 70x50cm Öl auf Leinwand – © Nina Maron

Ausstellung: „Talking About A Revolution“

Nina Maron verwehrt sich gegen jede Form von Eindimensionalität und Bruchlosigkeiten, mit beinah soziologischer Akribie decouvriert sie gesellschaftliche Prozesse der Entstehung, Verfestigung und Fortschreibung (bewusst wie unbewusst), sowie das gegenseitige Einander Bedingen von Zuschreibungen, Klischees, Vorurteilen oder Tabus – und verweist weiter auf die ihnen zugrunde liegenden Strukturen, Systematiken. (Textauszug Evelyn Schalk/Ausreisser)

Die Ausstellung „Maron/Maron – Talking About A Revolution“ spannt einen malerischen Dialog mit den Werken von Nina Maron als auch von ihrem Vater, dem im Juli 2016 verstorbenen Liedermacher und Künstler Sigi Maron. Sigi Maron war der Inbegriff und eine Galionsfigur der österreichischen Polit-Singerszene, ein überzeugter Atheist und Kommunist. Seine Tochter Nina (geb. 1973) studierte bei Prof. Adolf Frohner an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und arbeitet seit 1993 international erfolgreich als freischaffende Künstlerin.

Fritz Nussböck

Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von Fritz und Philipp Nussböck. Liedermacher Fritz Nussböck, pensionierter Uhrmacher, hat viele Lieder und G’schichtln geschrieben – vor allem mit seinem Freund Sigi Maron. Viele Maron-Texte stammen aus der Feder von Fritz bzw. wurden gemeinsam entwickelt. Einige davon werden er und sein Sohn Philipp an diesem Abend zum Besten geben.

Im Anschluss:

20.00 Uhr: „weiter weiter weiter“ von Michail Schatrow – Eine szenische Lesung des Theaterensembles im Umkreis des Instituts ohne direkte Eigenschaften (vulgo „Perinetkeller“)

Aktuelle Situation in Kuba

Workshop & Diskussion – Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG)
(Samstag, 3. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Kursraum 3)

Letzte Ehre für Fidel Castro in Camagüey (Quelle: Cubadebate)

Die aktuelle Situation Kubas ist geprägt durch mehrere innere und äußere Faktoren. Neben den wichtigsten Zielen Kubas, die Aufhebung der US-Wirtschaftsblockade, die Rückgabe des durch den US-Marinestützpunkt besetzten Gebietes in Guantánamo und die Beendigung der illegalen Unterstützung der internen Subversion durch die USA im Land, sowie der Kampf gegen den weltweiten Medienterror gegen Kuba, hat das Land mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Diese Probleme sind zwar Großteils auf Grund der US-Blockade gegen Kuba sowie der jahrhundertelangen kolonialen Ausbeutung (so wie in anderen Ländern der „Dritten-Welt“) entstanden, haben jedoch auch interne Gründe. 2011 wurden in einem beispielhaft demokratischen Prozess Reformen erarbeitet, die viele private Kleinunternehmen entstehen ließen und Auslandsinvestitionen anziehen sollen. Ziel ist, der Bevölkerung eine Verbesserung der Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Am 19. April wird der Präsident Kubas durch das kubanische Parlament (Poder Popular) gewählt, deren Abgeordnete bei den allgemeinen Wahlen vom 11. März gewählt werden. Raúl Castro wird nicht mehr als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass die Generation der Revolutionäre von 1959 an der Spitze Kubas abgelöst wird. Die Bedeutung dieser Veränderung soll im Workshop diskutiert werden.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft betreibt seit 1969 Solidarität mit Kuba. Was das bedeutet und welche Bedeutung diese Solidarität für Kuba und Österreich hat, wollen wir unter dem Motto „Warum sind wir mit Kuba solidarisch?“ darstellen.

Am Podium:

  • Marieta García Jordán, Geschäftsführende Botschafterin der Republik Kuba in Österreich
  • Jessica Müller, Präsidentin der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft
  • Ali Kohlbacher, seit der Gründung der ÖKG in der Solidaritätsarbeit für Kuba aktiv