Trotz alledem

Das Titelbild dieses Beitrages, fotografiert von Fritz Bader auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien, sagt mehr als tausend Worte. Abermals sind am Freitag & Samstag über 500 Menschen in die VHS Hietzing gekommen, und beteiligten sich an den Workshops & Podiumsdiskussionen, informierten sich an über 40 Infoständen und genossen Kunst & Kultur.

Wir haben uns gegenseitig Mut und Hoffnung gemacht, einen Ausweg zu finden aus einem System, das Armut, Hunger, Krieg und Umweltzerstörung hervorbringt.
Wir waren vielleicht nicht immer einer Meinung, was die konkreten Schritte sind, aber das gemeinsame Ziel ist klar.

Impressionen: Das war die 2. Rosa Luxemburg Konferenz Wien

Viele TeilnehmerInnen zeigten sich verwundert über vereinzelte Kritik mancher Organisationen im Vorfeld der Konferenz und drückten auf vielfältige Weise ihre Solidarität aus.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben, erste Gespräche zur 3. Rosa Luxemburg Konferenz im März 2020 laufen bereits.

Bis dahin „sieh, dass Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem!“ (Rosa Luxemburg)

Titelbild: Fritz Bader 

»Wer sich nicht bewegt, …«

COUNTDOWN BIS ZUR II. ROSA LUXEMBURG KONFERENZ, Wien 2019

Nach der erfolgreichen Premiere 2018, wollen wir bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz am 1./2. März in der VHS Hietzing wieder zwei Tage lang die Möglichkeit bieten, Analysen, Erfahrungen und Strategien fortschrittlicher Organisationen in Österreich und international zu diskutieren.

Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn in und um Österreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus entwickeln. Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung können überwunden werden, doch »Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht« (Rosa Luxemburg).

Das Programm der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Österreich:

Proletarischer Feminismus

Ein Workshop der Roten Frauenkomitees Österreich
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30 Uhr, Kursraum 9)

Überall auf der Welt sehen wir, dass die Frauen in den ersten Reihen der Proteste, Rebellionen und im organisierten Kampf stehen. Dass die Frauen nicht wie von den Herrschenden behauptet wird „schwach“ oder „unpolitisch“ sind, sondern eine starke kämpferische und revolutionäre Kraft! Die Geschichte der Frauenbewegung zeigt uns, dass der Kampf um die proletarische Linie in der Frauenbewegung die Grundlage dafür war, dass sich die Frauen massenhaft in den Kämpfen beteiligten und Siege errungen haben.

Im Workshop zum „Proletarischen Feminismus“ zeigen VertreterInnen der Roten Frauenkomitees Österreich den Ursprung des Patriarchats und die Grundlagen des Proletarischen Feminismus. Wir werden auch darüber diskutieren, was wir auf dieser Grundlage heute machen können, um weitere Schritte für eine klassenbewusste Frauenbewegung in Österreich zu machen!

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Alexandria Ocasio Cortez: Green New Deal, Jobgarantie und Modern Monetary Theory – die Zukunft linker Politik

Workshop von Oliver Picek & Skender Fani mit Vorträgen und Diskussion zum Thema Green New Deal, Jobgarantie und Modern Monetary Theory
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30 Uhr, Kursraum 11)

Green New Deal, Jobgarantie & Modern Monetary Theory  stehen an vorderster Front der Debatte in den USA. Der Green New Deal ist ein ambitioniertes Zukunftsprojekt, bei dem es nicht nur um die Rettung des Planeten sondern auch um eine gerechtere  Wirtschaft und um Vollbeschäftigung geht. Ein Verständnis der Modern Monetary Theory erneuert die gesellschaftliche Debatte und ermöglicht eine Politik des Fortschritts im Dienste des Allgemeinwohls.

In diesem Workshop wollen wir den Teilnehmer_innen der Rosa Luxemburg Konferenz in Wien den Green New Deal, die dahinter stehende Modern Monetary Theory und die damit verbundene Jobgarantie vorstellen. Folgende Fragen werden erörtert: Was ist neu an der Modern Monetary Theory? Wie funktioniert die Jobgarantie & kann sie auch in Österreich/Europa umgesetzt werden? Der Green New Deal als Zugpferd für sozialdemokratische Zukunftsprojekte?

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Titelbild: Green New Deal mit Alexandria Ocasio Cortez (commons.wikimedia.orgCC BY 2.0)

Widerstand gegen eine Lobau-Autobahn…

…und die anderen geplanten Autobahnprojekte im Nordosten von Österreich – Workshop mit Jutta Matysek (Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16:30 Uhr, Kursraum 7)

Was Schwarz-Blau 1 beschlossen hat will Schwarz-Blau 2 jetzt umsetzen: Der Bau einer Lobau-Autobahn und ihrer “Metastasen” S1 Spange Seestadt, Stadtstrasse Aspern, S8 Marchfeldschnellstrasse, A5,.. würde Wien und den ganzen Nordosten Österreichs in das Fadenkreuz des interkontinentalen LKW Schwerverkehrs bringen. Was man uns als “Umfahrung” verkaufen will sind im Endausbau die Trans European Network (TEN) Nr. 25 als Nord-Süd Transitverbindung zwischen der Ostsee und der Adria und eine Ost-West “Europaspange” zwischen Bayern und Bratislava. Ganz Österreich scheint der Propaganda von Wirtschaftskammer und und Frächterlobby zu glauben, Arbeitsplätze, Verkehrsentlastung und Lebensqualität wären nur durch Autobahnbau zu erreichen. Ganz Österreich? Nein! AutobahngegnerInnen hören nicht auf Fakten, die das Gegenteil beweisen, zu bringen, Fragen zu stellen und gegen das Diktat des Verkehrsministeriums auf die Straße und vor Gericht zu gehen.

Es geht nicht “nur” um die gefährdeten Lebensräume der Frösche im Nationalpark und AnrainerInnen die Angst vor Lärm- und Abgashölle haben müssen. Die Lobau-Autobahn ist zum Symbol einer völlig fehlgeleiteten Verkehrs- und Klimapolitik geworden. Nicht zuletzt wegen den zu erwartenden Kosten von 3 Milliarden Euro, die den Staatshaushalt als Neuverschuldung belasten würden. Geld, das bei Öffis, Radwegen, Bildung, Sozialem, Integration, Inklusion, Pensionen,.. überall fehlt.

Über die drohenden Autobahnprojekte, den Stand der laufenden Rechtsverfahren, welche Auswirkungen auf die Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung Wiens drohen, wie sich die geänderten Gesetze unter Türkis-Blau auswirken, warum jeder weitere Meter Autobahn zuviel ist, wie man sich wehren kann, …

All das will dieser Workshop mit Powerpointpräsentation, Fotos, Plänen, Grafiken und vor allem Diskussion vermitteln.

Lobau-Autobahn & Co. gehen uns Alle an.

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Kuba in guter Verfassung

Workshop der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 6)

In einem beispielhaften demokratischen Prozess wurde in Kuba eine neue Verfassung entwickelt. Ziel ist, die bereits erfolgten Veränderungen in der kubanischen Gesellschaft über die Verfassung zu legalisieren. Dabei geht es um die neu entstandenen Kleinunternehmen, die Bedingungen für Auslandsinvestitionen in Kuba, aber auch um gleichgeschlechtliche Ehe, Privateigentum und vieles andere mehr. Durch die neue Verfassung soll der sozialistische Weg Kubas abgesichert werden.

Marieta García Jordán, Botschaftsrätin für bilaterale Angelegenheiten an der kubanischen Botschaft in Wien, wird über den demokratischen Prozess von der Ausarbeitung des Verfassungsänderungsvorschlages bis zur Beschlussfassung durch Volksabstimmung am 24. Februar 2019, über die Beteiligung der Bevölkerung (auch von AuslandskubanerInnen) bei der Ausarbeitung und über die wichtigsten Neuerungen in der neuen/geänderten Verfassung berichten.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft betreibt seit 1969 Solidarität mit Kuba. Was für uns Solidaritätsarbeit bedeutet werden wir ebenfalls im Workshop darstellen.

Nach den einleitenden Referaten wird ausreichend Zeit für Fragen zur Verfügung stehen.

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Foto: Tony Hernández Mena/ACN (Quelle: trabajadores.cu)

STREIK! Alles was man darüber wissen sollte

Workshop der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative – International (KOMintern) mit David Lang
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 8)

Wer sich wehren will, der muss beginnen, Streiks vorzubereiten – denn ohne die wird’s nicht gehen!
Doch gerade bei Protest im Betrieb gibt es viele Fragen, die sich da stellen: Was kann mir passieren, wenn ich die Arbeit niederlege? Wer organisiert einen Streik? Und wie geht das überhaupt?

Bei diesem Workshop gibt es einerseits Informationen zu den (arbeits-)rechtlichen Grundlagen eines Streiks, andererseits Tipps und Erfahrungsaustausch, wie ein Streik am Erwerbs-Arbeitsplatz durchgeführt werden kann. Und es geht nicht zuletzt um Befähigungen für eine neue kämpferische Perspektive von unten sowie die dringend notwendige Wiederherstellung der Klassenfunktion der Gewerkschaften.

David Lang war kürzlich Vorsitzender eines der Streikkomitees im Sozial- und Gesundheitsbereich.

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Titelbild: David Lang (fb)

Maßnahmen zur Prävention von Abwertungsideologien

Wie verhindern wir, dass Jugendliche in rechtsextreme und radikal-islamistische Kreise geraten – Workshop mit Mario Springnagel (AWID-Projekt)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 7)

Propaganda radikalen Inhalts und Frühstufen von Extremismen verschiedener ideologischer Herkunft sind oftmals gezielt auf Jugendliche zugeschnitten. Auch in Österreich ist es vor allem in Hinblick auf die virale Verbreitung über neue soziale Medien ein wesentliches Thema, diese frühzeitigen Versuche einer extremen ideologischen Einflussnahme im pädagogischen Umfeld zu identifizieren und Strategien dagegen zu entwickeln.

Das KIRAS-Projekt AWID setzt sich zum Ziel wirksame (social-media) Gegen-Maßnahmen zu entwickeln, sodaß verhindert werden kann, dass Jugendliche in eine extrem ideologische Vereinnahmung geraten. In diesem Workshop wollen wir das Projekt vorstellen und laden zu einem interaktiven und partizipativen Austausch ein.

Titelbild: Islamische Fundamentalisten 2012 im Hyde-Park von Sydney mit dem Plakat “Köpft alle, die den Propheten beleidigen” (behead all those who insult the Prophet) und “Unsere Toten sind im Paradies, eure Toten sind in der Hölle” (Our dead are in Paradise. Your dead are in HELL!); Foto: Jamie Kennedy/flickr.com, CC BY 2.0

Wir dichten, weil es die Regierung nicht ist

Workshop des Kulturverein Willy: Demo-Sprüche und Demo-Lieder gegen Schwarz-Blau
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 12)

Du hast coole Demo-Sprüche oder Lieder aufgeschnappt?
Bring sie ein und teile sie mit Anderen!
Aus dass die nächste (Do)Demo noch kreativer wird:
Dichten wir diese Regierung aus dem Amt! 😉

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Titelbild: pixabay.com / User: Tumisu public domain

Venezuela im Fadenkreuz

ALBA-Austria: Workshop mit der Botschaftsrätin der Bolivarischen Republik Venezuela in Österreich, Frau Dalila Hernández Medina
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30, Kursraum 3)

Mit der Präsidentschaft von Hugo Chávez vor 20 Jahren begann ein Prozeß für den Aufbau eines souveränen, solidarischen Venezuela, für und gemeinsam mit seinen Menschen. Den alten Eliten wurde der gewohnte Zugriff auf den Staat und dessen Einnahmen versperrt. Die bolivarische Revolution strahlte beispielgebend auf die Region aus, in der es in der Folge zur Wahl linker und fortschrittlicher Regierungen kam. Erstmals in der Geschichte Lateinamerikas und der Karibik wurde eine gemeinsame politische, wirtschaftliche, soziale und entkolonialisierende Zielrichtung möglich, eine Öffnung zum Süden der Welt.

Dieser „Aufstand im US-Hinterhof“ wurde nicht hingenommen. Der Putschversuch vom 11.April 2002 war der Beginn einer nicht abreißenden Folge von Destabilisierungs- und Sabotageaktionen, begleitet von permanenten Diffamierungskampagnen in den Medien von In- und Ausland. Nach dem Tod von Hugo Chávez am 5.März 2013 schien ihnen der „system change“ zum Greifen nahe. Eine grobe Fehleinschätzung. Sechs Jahre später ist die wirtschaftliche, finanzielle und psychologische Kriegsführung gegen das Land, seine Menschen und die rechtmäßige Regierung von Präsident Maduro beispiellos verschärft worden. Selbst eine militärische Kriegsführung scheint möglich, als „humanitäre Intervention“ maskiert.

  • UNO-Charta und Internationales Recht, Makulatur? Die Zerstörung des Irak, Libyens, Syriens,… – und noch immer nichts dazugelernt?
  • Geht es „nur“ um Kontrolle und Ausbeutung von Venezuelas enormen Erdölreserven und anderen Bodenschätzen oder geht es um mehr?
  • Warum wird alles versucht, den Menschen in Venezuela ihr Recht zu verwehren, über ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu entscheiden?
  • Cui bono- wem nützt das?

Workshop in englischer Sprache (ohne Übersetzung)

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Titelbild: teleSUR English