»Wer sich nicht bewegt, …«

COUNTDOWN BIS ZUR II. ROSA LUXEMBURG KONFERENZ, Wien 2019

Nach der erfolgreichen Premiere 2018, wollen wir bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz wieder zwei Tage lang die Möglichkeit bieten, Analysen, Erfahrungen und Strategien fortschrittlicher Organisationen in Österreich und international zu diskutieren.

Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn in und um Österreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus entwickeln. Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung können überwunden werden, doch »Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht« (Rosa Luxemburg).

Kuba in guter Verfassung

Workshop der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 6)

In einem beispielhaften demokratischen Prozess wurde in Kuba eine neue Verfassung entwickelt. Ziel ist, die bereits erfolgten Veränderungen in der kubanischen Gesellschaft über die Verfassung zu legalisieren. Dabei geht es um die neu entstandenen Kleinunternehmen, die Bedingungen für Auslandsinvestitionen in Kuba, aber auch um gleichgeschlechtliche Ehe, Privateigentum und vieles andere mehr. Durch die neue Verfassung soll der sozialistische Weg Kubas abgesichert werden.

Marieta García Jordán, Botschaftsrätin für bilaterale Angelegenheiten an der kubanischen Botschaft in Wien, wird über den demokratischen Prozess von der Ausarbeitung des Verfassungsänderungsvorschlages bis zur Beschlussfassung durch Volksabstimmung am 24. Februar 2019, über die Beteiligung der Bevölkerung (auch von AuslandskubanerInnen) bei der Ausarbeitung und über die wichtigsten Neuerungen in der neuen/geänderten Verfassung berichten.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft betreibt seit 1969 Solidarität mit Kuba. Was für uns Solidaritätsarbeit bedeutet werden wir ebenfalls im Workshop darstellen.

Nach den einleitenden Referaten wird ausreichend Zeit für Fragen zur Verfügung stehen.

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Foto: Tony Hernández Mena/ACN (Quelle: trabajadores.cu)

STREIK! Alles was man darüber wissen sollte

Workshop der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative – International (KOMintern) mit David Lang
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 8)

Wer sich wehren will, der muss beginnen, Streiks vorzubereiten – denn ohne die wird’s nicht gehen!
Doch gerade bei Protest im Betrieb gibt es viele Fragen, die sich da stellen: Was kann mir passieren, wenn ich die Arbeit niederlege? Wer organisiert einen Streik? Und wie geht das überhaupt?

Bei diesem Workshop gibt es einerseits Informationen zu den (arbeits-)rechtlichen Grundlagen eines Streiks, andererseits Tipps und Erfahrungsaustausch, wie ein Streik am Erwerbs-Arbeitsplatz durchgeführt werden kann. Und es geht nicht zuletzt um Befähigungen für eine neue kämpferische Perspektive von unten sowie die dringend notwendige Wiederherstellung der Klassenfunktion der Gewerkschaften.

David Lang war kürzlich Vorsitzender eines der Streikkomitees im Sozial- und Gesundheitsbereich.

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Titelbild: David Lang (fb)

Maßnahmen zur Prävention von Abwertungsideologien

Wie verhindern wir, dass Jugendliche in rechtsextreme und radikal-islamistische Kreise geraten – Workshop mit Mario Springnagel (AWID-Projekt)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 7)

Propaganda radikalen Inhalts und Frühstufen von Extremismen verschiedener ideologischer Herkunft sind oftmals gezielt auf Jugendliche zugeschnitten. Auch in Österreich ist es vor allem in Hinblick auf die virale Verbreitung über neue soziale Medien ein wesentliches Thema, diese frühzeitigen Versuche einer extremen ideologischen Einflussnahme im pädagogischen Umfeld zu identifizieren und Strategien dagegen zu entwickeln.

Das KIRAS-Projekt AWID setzt sich zum Ziel wirksame (social-media) Gegen-Maßnahmen zu entwickeln, sodaß verhindert werden kann, dass Jugendliche in eine extrem ideologische Vereinnahmung geraten. In diesem Workshop wollen wir das Projekt vorstellen und laden zu einem interaktiven und partizipativen Austausch ein.

Titelbild: Islamische Fundamentalisten 2012 im Hyde-Park von Sydney mit dem Plakat “Köpft alle, die den Propheten beleidigen” (behead all those who insult the Prophet) und “Unsere Toten sind im Paradies, eure Toten sind in der Hölle” (Our dead are in Paradise. Your dead are in HELL!); Foto: Jamie Kennedy/flickr.com, CC BY 2.0

Wir dichten, weil es die Regierung nicht ist

Workshop des Kulturverein Willy: Demo-Sprüche und Demo-Lieder gegen Schwarz-Blau
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 12)

Du hast coole Demo-Sprüche oder Lieder aufgeschnappt?
Bring sie ein und teile sie mit Anderen!
Aus dass die nächste (Do)Demo noch kreativer wird:
Dichten wir diese Regierung aus dem Amt! 😉

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Titelbild: pixabay.com / User: Tumisu public domain

Venezuela im Fadenkreuz

ALBA-Austria: Workshop mit der Botschaftsrätin der Bolivarischen Republik Venezuela in Österreich, Frau Dalila Hernández Medina
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30, Kursraum 3)

Mit der Präsidentschaft von Hugo Chávez vor 20 Jahren begann ein Prozeß für den Aufbau eines souveränen, solidarischen Venezuela, für und gemeinsam mit seinen Menschen. Den alten Eliten wurde der gewohnte Zugriff auf den Staat und dessen Einnahmen versperrt. Die bolivarische Revolution strahlte beispielgebend auf die Region aus, in der es in der Folge zur Wahl linker und fortschrittlicher Regierungen kam. Erstmals in der Geschichte Lateinamerikas und der Karibik wurde eine gemeinsame politische, wirtschaftliche, soziale und entkolonialisierende Zielrichtung möglich, eine Öffnung zum Süden der Welt.

Dieser „Aufstand im US-Hinterhof“ wurde nicht hingenommen. Der Putschversuch vom 11.April 2002 war der Beginn einer nicht abreißenden Folge von Destabilisierungs- und Sabotageaktionen, begleitet von permanenten Diffamierungskampagnen in den Medien von In- und Ausland. Nach dem Tod von Hugo Chávez am 5.März 2013 schien ihnen der „system change“ zum Greifen nahe. Eine grobe Fehleinschätzung. Sechs Jahre später ist die wirtschaftliche, finanzielle und psychologische Kriegsführung gegen das Land, seine Menschen und die rechtmäßige Regierung von Präsident Maduro beispiellos verschärft worden. Selbst eine militärische Kriegsführung scheint möglich, als „humanitäre Intervention“ maskiert.

  • UNO-Charta und Internationales Recht, Makulatur? Die Zerstörung des Irak, Libyens, Syriens,… – und noch immer nichts dazugelernt?
  • Geht es „nur“ um Kontrolle und Ausbeutung von Venezuelas enormen Erdölreserven und anderen Bodenschätzen oder geht es um mehr?
  • Warum wird alles versucht, den Menschen in Venezuela ihr Recht zu verwehren, über ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu entscheiden?
  • Cui bono- wem nützt das?

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Titelbild: teleSUR English

Hegemonie und Geschlecht

Workshop der Sozialistischen Jugend Wien
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 11)

Als feministische Marxist*innen betrachten wir Geschlechterverhältnisse auch als Produktionsverhältnisse. In diesem Workshop erarbeiten wir, wie Veränderung in der Produktion auch zu Veränderung der Geschlechterrollen führen und wie Hegemonie die vorherrschenden Bilder verfestigt.

ÖKO-SOZIALISMUS oder Barbarei – warum rot und grün zusammengehört

Workshop mit Josef Baum und Christian Zeller
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 9)

Rosa Luxemburg würde heute wahrscheinlich eine damalige Losung leicht ergänzen: „Öko-Sozialismus oder Barbarei“. Die globalen ökologischen Krisen, insbesondere die Klimakrise führen die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten an die Grenzen der Existenz. Desto länger effektive Maßnahmen hinausgezögert werden, desto radikaler werden früher oder später die notwendigen Lösungen sein. Und es spricht immer weniger dafür, dass solche effektive Lösungen im Rahmen des kapitalistischen Systems möglich sind. Doch wer ist das revolutionäre ökosozialistische Subjekt? Faktum ist, dass weltweit „Ärmere“ stärker von ökologischen Krisen betroffen sind, aber auch mehr von positiven Lösungen profitieren werden; und es ist nicht absehbar, dass es ohne „gerechte“ Lösungen überhaupt zu Lösungen kommen wird.

  • Einleitung: Josef BAUM (Purkersdorf): Verteilungsfragen und Ökologie/Klimapolitik – Warum rot und grün zusammengehört
  • Christian ZELLER (Salzburg): Ökosozialistische Grundkonzepte, Strategien und aktuelle Ansätze für Österreich.
  • Diskussion

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Hinweise:

Josef Baum (2018): Zum Öko-Sozialismus als Grundlage der Existenzsicherung der Menschheit

Aufbruch für eine ökosozialistischen Perspektive: Texte zur ökosozialistischen Perspektive

Bedingungsloses Grundeinkommen: Leitstern oder Irrlicht?

Workshop mit Anne Rieger (GLB Steiermark)
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 3)

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist in aller Munde. Die einen sehen in ihm den Ausweg aus Armut und Erwerbsarbeitszwang, die anderen eine Utopie, die in den Rahmenbedingungen des kapitalistischen Hier und Heute nicht mehr sein kann, als eine Beruhigungspille oder ein Mischung aus Kombilohn und Müttergehalt. Was steckt hinter dem BGE? Warum wird es auch von prominenten Kapitalisten unterstützt? Wird der Kapitalismus überwunden oder unterschätzt? Ist es ein Leitstern oder ein Irrlicht?

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Titelbild: pixabay.com / CC0 Public Domain

Revolutionäre Politik in nicht-revolutionären Zeiten: Die KPÖ Steiermark 1991 ff.

Workshop mit Robert Krotzer, KPÖ-Stadtrat in Graz
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 12)

„Ein Gespenst geht um in der Steiermark – das Gespenst des Kommunismus.“ – In unregelmäßigen Abständen machen JournalistInnen großer deutscher Zeitungen Station in der steirischen Landeshauptstadt Graz, um hier Erklärungen zu finden für ein für sie unerklärliches Phänomen: Eine Kommunistische Partei, die wie kaum eine andere marxistische Kraft im deutschsprachigen Raum in der Bevölkerung verankert ist, die in Kommunal- und Regionalparlamenten breit vertreten ist, außerparlamentarische Auseinandersetzungen führt und gerade in der Wohnpolitik soziale Errungenschaften durchsetzen konnte.

Wie es dazu  kam, wie die alltägliche Arbeit der steirischen KommunistInnen aussieht und welche strategischen Überlegungen damit verbunden sind, versuchen der Grazer KPÖ-Stadtrat Robert Krotzer sowie weitere AktivistInnen der steirischen KPÖ zu beleuchten und gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren, welche Impulse davon für eine revolutionäre Linke in Österreich ausgehen können.

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