Vorbereitungs- und Infotreffen RLK Wien 2020

Alle interessierten Organisationen/Initiativen und alle die bei der Vorbereitung und Durchführung der III. Rosa Luxemburg Konferenz 2020 mithelfen wollen, laden wir herzlich ein zum:

Vorbereitungs- und Infotreffen

am 9. Januar 2020 von 18:30 bis 21:30 Uhr

im Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus
(Stiftgasse 8, 1070 Wien, Galerie im 1 Stock)

Anmeldung erbeten unter redaktion@unsere-zeitung.at oder 0664/2838491

Geschichten im Ernst

Samstag, 14. März 2020, 20 Uhr
VHS Hietzing (großer Saal)

Geschichten im Ernst haben sich vor allem in der Wiener und steirischen kulturpolitischen Szene mit ihren beiden antifaschistischen Musiktheatern „Richard Zach“ und „Opa, Rebell“ einen Namen gemacht.

2013 startete das politische Bandprojekt mit Gedichtvertonungen des steirischen Widerstandskämpfers, Lehrers und Dichters Richard Zach sowie mit Neuinterpretationen von ArbeiterInnen- und Protestliedern.

2015 konnten sie die Schauspielerin Christina (Nena) Kiesler für ihr Projekt gewinnen sowie auch Wini Hofer, der als Autor der beiden Musiktheaterstücke fungierte. Im selben Jahr wurden Geschichten im Ernst mit ihrer Gedichtvertonung „Aufruf“ zum Publikumssieger beim Protestsongcontest gewählt.

2017 feierte das Projekt die Premiere ihres neuen Musiktheaters „Opa,Rebell“: Eine junge Zeithistorikerin recherchiert für ein Schulprojekt über den obersteirischen Arbeiter und Partisanen Sepp Filz. Seine Arbeitskämpfe, seine „Walz“, seinen bewaffneten Widerstand gegen die Nazidiktatur. 8 Songs illustrieren diese einmalige Lebensgeschichte vom Zerfall der Monarchie über Austrofaschismus und Faschismus bis zum Staatsvertrag.

Die Besetzung der Band wechselte im Laufe der Jahre. Iris Stern am Gesang und an der Gitarre sowie Skippy Jovanovics an der Gitarre sowie Backgroundgesang sind seit Beginn an Teil des Ensembles. 2017 kam Alex Kerbl als Schlagzeuger dazu.

Geschichten im Ernst (v.l.n.r.: Skippy Jovanovics, Iris Stern, Christina Kiesler, Alex Kerbl)

Aufruf zur III. Rosa Luxemburg Konferenz

„Rosa for Future“

Bereits zum dritten Mal findet am 13./14. März 2020 die Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Unter dem Motto „Rosa for Future“ wollen wir aufzeigen, dass unsere Welt nur dann eine Zukunft hat, wenn wir die Bewegungen für Klima- und Umweltschutz mit jener für soziale Gerechtigkeit verbinden. Die Rettung unseres Planeten und den Fortbestand der Menschheit muss verknüpft werden mit dem Kampf gegen Ausbeutung, Krieg und für ein gutes Leben für alle!

Überall wo man hinblickt, auf allen Kontinenten, brodelt es. Von Chile bis Frankreich, von Bolivien bis zum Iran – trotz aller Unterschiede zeigen die aktuellen Massendemonstrationen auf, dass sich die Menschen mit dem kapitalistischen System nicht länger abfinden wollen, weil es nur wenige bevorzugt und so viele an ihrer Entwicklung hindert.

Rosa Luxemburg (1871 – 1919) war davon überzeugt, dass die herrschende Ordnung auf Sand gebaut ist und wir uns vom Joch des Kapitalismus befreien und für eine lebenswerte Zukunft kämpfen müssen. Auf der III. Rosa Luxemburg Konferenz in der VHS Hietzing wollen wir zwei Tage lang Analysen, Erfahrungen und Strategien für den Kampf um eine bessere Welt diskutieren.

Neben dem zentralen Thema „Ökologie & Klassenkampf“ wird es – wie jedes Jahr – die Möglichkeit geben, dass sich Initiativen & Organisationen mit Infotischen und/oder Workshops zu unterschiedlichen Themen beteiligen (Hier geht´s zur Anmeldung).

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Early-Bird-Aktion für Infotische & Programmbeiträge auf der III. Rosa Luxemburg Konferenz
(bis 31. Dezember 2019)

Der frühe Vogel fängt den Wurm (torange.biz)

Nach rund 60 unterstützenden Organisationen & Initiativen beim zweiten Mal, sollen auch bei der III. Rosa Luxemburg Konferenz am 13./14. März 2020 wieder progressive Organisationen, Vereine und Verlage ihre Arbeit mit Infoständen und inhaltlichen Programmpunkten präsentieren können.

Aufgrund der großen Nachfrage und um die Planung der Konferenz zu erleichtern, empfehlen wir eine möglichst rasche Anmeldung der Infotische und Programmbeiträge. Dazu haben wir auch eine spezielle Aktion: Alle, die sich noch in diesem Jahr, also bis zum 31. Dezember 2019, anmelden, erhalten den vergünstigten Early-Bird-Tarif von 50,- Euro pro Infotisch/Programmbeitrag (ab 01.01.2020.: 75,- Euro).

Hier geht es zur:

Anmeldung für Infotische/Programmbeiträge

Alle TeilnehmerInnen werden auf rosaluxemburgkonferenz.at/unterstuetzerinnen mit Name und Link erwähnt.

Titelbild: Early Bird pecks den ersten Wurm; © torange.bizCreative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Trotz alledem

Das Titelbild dieses Beitrages, fotografiert von Fritz Bader auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien, sagt mehr als tausend Worte. Abermals sind am Freitag & Samstag über 500 Menschen in die VHS Hietzing gekommen, und beteiligten sich an den Workshops & Podiumsdiskussionen, informierten sich an über 40 Infoständen und genossen Kunst & Kultur.

Wir haben uns gegenseitig Mut und Hoffnung gemacht, einen Ausweg zu finden aus einem System, das Armut, Hunger, Krieg und Umweltzerstörung hervorbringt.
Wir waren vielleicht nicht immer einer Meinung, was die konkreten Schritte sind, aber das gemeinsame Ziel ist klar.

Impressionen: Das war die 2. Rosa Luxemburg Konferenz Wien

Viele TeilnehmerInnen zeigten sich verwundert über vereinzelte Kritik mancher Organisationen im Vorfeld der Konferenz und drückten auf vielfältige Weise ihre Solidarität aus.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben, erste Gespräche zur 3. Rosa Luxemburg Konferenz im März 2020 laufen bereits.

Bis dahin „sieh, dass Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem!“ (Rosa Luxemburg)

Titelbild: Fritz Bader 

Ein Forum für linken Dialog

Zum Selbstverständnis der Rosa Luxemburg Konferenz

100 Jahre nach der Ermordung Rosa Luxemburgs und anlässlich ihres 148. Geburtstages findet am 1./2. März bereits zum zweiten Mal eine Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Sie soll ein Forum für linken Dialog sein, über 60 progressive Organisationen & Initiativen mit unterschiedlichen politischen Inhalten und Schwerpunkten werden sich daran beteiligen. Obgleich alle das gemeinsame Ziel verfolgen eine bessere Welt zu schaffen, gibt es naturgemäß bei dieser Vielzahl an AkteurInnen auch Widersprüche, die zu Tage treten.

Es ist uns ein großes Anliegen diese Widersprüche offen und konstruktiv zu diskutieren. Auf rund 40 Informationstischen haben die teilnehmenden Organisationen & Initiativen die Möglichkeit ihre Standpunkte darzulegen, in über 30 selbstorganisierten Workshops werden unterschiedlichste Themen diskutiert und in zwei zentralen Podiumsdiskussionen erfolgt ein pluralistischer Gedankenaustausch über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg.

Als Veranstalter legen wir großen Wert auf einen respektvollen und solidarischen Umgang untereinander und bitten alle TeilnehmerInnen der Rosa Luxemburg Konferenz gegensätzliche Meinungen zuzulassen und miteinander in Dialog zu treten. Innerhalb der Linken gibt es unterschiedliche Meinungen und Ansätze. Bei so einer großen Anzahl an Organisationen & Initiativen kann und wird es natürlich vorkommen, dass Meinungen vertreten sind, mit denen man sich persönlich nicht identifizieren kann. Das darf und soll auch so sein!
Selbst wir als Veranstalter gehen nicht mit allen Positionen, die auf der Rosa Luxemburg Konferenz vertreten sind, konform, werden uns aber trotzdem mit aller Kraft für einen pluralistischen Austausch einsetzen.

Selbstverständlich hat die freie Meinungsäußerung auch ihre Grenzen: Antisemitismus, Chauvinismus, Sexismus und Rassismus in jedweder Form haben auf der Rosa Luxemburg Konferenz keinen Platz!

Über den sorglosen Umgang mit Begrifflichkeiten

Wenige Wochen vor der Rosa Luxemburg Konferenz 2019 wurden wir mit dem Vorwurf konfrontiert, wir würden „antisemitischen Inhalten“ Platz geben. Das hat uns – auch aus persönlichen Gründen – tief getroffen und wir weisen diesen Vorwurf auf das Entschiedenste zurück.
Wir haben uns über alle Organisationen, Initiativen und Personen, die sich im Rahmen der Konferenz inhaltlich beteiligen, vorab informiert und betrachten den oben genannten Vorwurf daher als haltlos. Nicht nur, dass uns die Vorgehensweise nachdenklich stimmt, so schockiert uns die leichtfertige Verwendung dieses Begriffes und wie einfach man selbst als Veranstalter einer durch und durch linken Konferenz mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert und öffentlich diffamiert wird. In Anbetracht des tatsächlich zunehmenden Rechtsradikalismus in Europa, halten wir es für gefährlich mit derartigen Begriffen inflationär umzugehen, weil sie dadurch ihrer Bedeutung entraubt werden. Wir wünschen uns, dass diese Diffamierung zumindest den positiven Effekt hat, sich die bewusstere Verwendung von Begrifflichkeiten wieder ins Gedächtnis zu rufen!

Ines Levy & Michael Wögerer
KoordinatorInnen der Rosa Luxemburg Konferenz 2019