Filmvorführung: „Die Rückeroberung des Paradieses“

El Colectivo Acción Solidaria con México Austria presenta…
Das Kollektiv Solidaritätsaktion mit Mexiko Österreich präsentiert…

Samstag, 2. März, 15:00 bis 16.30 Uhr, Kursraum 10

Die Rückeroberung des Paradieses/
Recuperando el paraíso

„Recuperando el Paraíso“ ist ein unabhängiger Dokumentarfilm über den Widerstand der indigenen Bevölkerung in Santa María Ostula an der mexikanischen Pazifikküste von Michoacan gegen die Übergriffe organisierter Banden und staatlicher Ordnungskräfte. Die Doku erzählt von den Vertreibungen, Entführungen und Morden, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist, aber auch von ihrem Entschluss, in der Region kommunale Polizeikräfte zu organisieren, und sich zu bewaffnen, um ihre Gemeinde und Anbaugebiete zurückzuerobern.

Recuperando el Paraíso (Mex. 2017), R: José Arteaga und Rafael Camacho, 72 min, OmeU

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Recuperando el Paraíso es un documental que muestra la resistencia y construcción de autonomía de la comunidad indígena de Santa María Ostula en la costa de Michoacán en contra de los abusos del crimen organizado y de autoridades estatales. El documental cuenta sobre los desplazamientos, las desapariciones forzadas y los asesinatos que sufre la población, pero también sobre su decisión de organizar policías comunitarias de la zona y de levantarse en armas para recuperar su comunidad y sus tierras.

Recuperando el Paraíso (Mex. 2017), D: José Arteaga y Rafael Camacho, 72 min. Producción Terracería y SubVersiones.

Ungarn: Zivilgesellschaft & Gewerkschaften im Widerstand

ÖGB – Internationales Referat: Vortrag und Diskussion mit Károly György, Internationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbundes MASZSZ
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 1)

Károly György, interationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbunds (Fotoquelle: kontrast.at)

In Ungarn brodelt es. Gegen den zunehmend autoritär regierenden Premierminister Viktor Orban regt sich Widerstand. Ende Dezember gingen tausende Menschen auf die Straße, um gegen ein Gesetz zu protestieren, das die zulässige Zahl der Überstunden pro Jahr von bisher 250 auf 400 erhöht. Inzwischen ist ein breites Bündnis aus Studierenden und fast allen ungarischen Oppositionsparteien entstanden und es geht längst um mehr. In den sozialen Medien kursieren „5 Forderungen für die Freiheit“: An erster Stelle steht die Rücknahme des „Sklavengesetzes“. Außerdem fordert die Protestbewegung weniger Überstunden für die Polizei, unabhängige Gerichte, Bekämpfung der Korruption durch Europäische Behörden und unabhängige Medien. Károly György, Internationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbundes MASZSZ, berichtet aus erster Hand über den Widerstand von Zivilgesellschaft und Gewerkschaften in Ungarn.

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Titelbild: MASZSZ

My Revolution – Sei dabei!

Workshop von Südwind – Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 10)

Nach der erfolgreichen Erarbeitung des ersten „Central European Youth Manifesto“ – bestehend aus  politischen Forderungen von Jugendlichen aus Polen, Italien, Slowenien und Österreich, die am 8.11.2018 in Brüssel von den Jugendlichen selber an EU-PolitikerInnen überreicht wurden, geht das „My Revolution Projekt“ heuer in die zweite Runde!

Basierend auf den Erfahrungen des „My Revolution Projektes 1917/18“ und den von Jugendlichen erarbeiteten Forderungen laden wir Sie – nach einer kurzen Projektpräsentation – zum Erfahrungsaustausch ein:

  • Wie können wir junge Menschen zur aktiven politischen Partizipation motivieren?
  • Wie begegnen wir radikalen politischen Positionen in Jugend-Workshops?

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My Revolution 1968/69 :: Umsetzung 2019

Was waren die Forderungen von Jugendlichen 1968/69 in den USA,  Österreich und anderen Teilen Europas und der Welt und was sind sie heute?

In „My Revolution“-Workshops in Jugendzentren und Jugendgruppen lernen Jugendliche über die bewegte Zeit von 1968/69, die geprägt war vom gewaltsamen Guerillakampf gegen Kapitalismus und Kolonialismus eines Che Guevaras, der gewaltfreien Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King gegen Unterdrückung, soziale Ungerechtigkeit und Rassentrennung sowie den weltweiten Protestbewegungen gegen den Vietnamkriegs.

Dabei steht nicht das Faktenwissen im Vordergrund, sondern was Jugendliche 1968/69 verändern wollten und was ihre Forderungen und Erwartungen an die Politik waren. Darauf aufbauend begleitet Südwind Jugendliche dabei ihre Forderungen für heute und ihr Engagement im Hier und Jetzt zu formulieren.

Die Ergebnisse sind Diskussionsgrundlage für Jugendkonferenzen zuerst auf österreichischer und dann auf europäischer Ebene in denen ein gemeinsames „Central European Youth Manifesto“ erarbeitet und bei einem Runden Tisch mit PolitikerInnen im Europäischen Parlament in Brüssel präsentiert wird.

Titelbild: Central European Youth Manifesto – überreicht im EU-Parlament in Bürssel – am 8. Nov. 2018  (Quelle: Südwind, Regina Webhofer)

Warum sollten sich MarxistInnen für Ästhetik interessieren?

Workshop der Gesellschaft für dialektische Philosophie Wien
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 10)

Warum gab es keine sozialistischen Horrorfilme aber jede menge düstere Märchen aus dem Ostblock? War die romantische Literatur wirklich eine Erfindung des britischen Geheimdienstes? Warum dominieren rechte Partien obwohl sich fast alle im Kulturbetrieb als links verstehen? Und warum laufen seit dem Ende der SU immer noch die gleichen Filmreihen im Kino und die Musik der 1980er im Radio? Keine dieser Fragen werden wir im Laufe der 90min des Workshops beantworten können.  Und erst Recht nicht das Thema unsere kommenden Konferenz „Realismus als ästhetisches Prinzip“.

Aber wir, die Gesellschaft der dialektischen Philosophie Wien, wollen Anhand von kurzen Textbeispielen marxistischer ÄsthetikerInnen das Feld einmal kurz aufrollen und zeigen was es alles zu entdecken gibt und damit das Interesse wecken sich mehr damit zu beschäftigen. Voraussetzungen gibt es keine.

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„Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“

Am 1./2. März findet in der VHS Hietzing die 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt – Rund 60 Organisationen unterstützen das linke Vernetzungstreffen – Die Veranstalter luden zur Programmpräsentation „Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“ weiterlesen

Der Kampf gegen Kinderarbeit im Kakao- und Tabakanbau

Workshop von weltumspannend arbeiten mit Gerhard Riess (Gewerkschaft PRO-GE)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 3)

Kinderarbeit ist ein globales Problem. Die reichen Industrieländer sind, weil sie die Produkte der Kinderarbeit kaufen, ebenso Teil des Systems wie die Erzeugerländer, wo Kinder für harte Arbeit herangezogen werden. Kinderarbeit auf Kakao- und Tabakplantagen ist besonders weit verbreitet. Laut einem Bericht der Tulane Universität (USA) aus dem Jahr 2015 arbeiten allein in der Elfenbeinküste und in Ghana mehr als zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen.

Fast alle Staaten der Welt haben sich dazu verpflichtet, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen, und obwohl sich im Jahr 2001 alle großen Schokolade-Unternehmen auf die Abschaffung der Kinderarbeit im Kakaoanbau bis 2020 geeinigt haben, ist sie weiterhin auf dem Vormarsch. Was können Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gegen die weiterhin bestehende Ausbeutung von Kindern unternehmen? Welche Strategien gibt es im Kampf gegen Kinderarbeit, insbesondere im Kakao- und Tabakanbau? Darüber informiert und diskutiert Gerhard Riess, zuständiger Branchensekretär der Gewerkschaft PRO-GE und Mitglied des europäischen Gewerkschaftsnetzwerkes cocoanet.eu.

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Titelbild: Kinder bei der Kakao-Ernte in Ghana (Quelle: jugendeinewelt.at)

Rosa Luxemburg, Ökonomik und der Globale Süden

Workshop vom Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie/Journal für Entwicklungspolitik
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 6)

Rosa Luxemburg leistete einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des Imperialismus am Beginn des 20. Jahrhunderts. In ihrem Buch Die Akkumulation des Kapitals kam sie 1913 zu der Erkenntnis, dass der Kapitalismus der ständigen Integration und Unterwerfung nichtkapitalistischer Sphären bedarf. Gewalt, Zwang und Überausbeutung seien demnach keine präkapitalistischen Residuen oder Abweichungen, sondern integraler Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise. Anlässlich einer Schwerpunktausgabe das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) zur Relevanz ihrer Theorie, wollen wir uns gemeinsam mit den TeilnehmerInnen kritisch mit Luxemburgs originären Ideen beschäftigen. Anhand von originalen Textfragmenten diskutieren wir ihre Konzeptualisierung des Kapitalismus und die Wechselwirkung zwischen Kapitalismus und nichtkapitalistischen Sphären.

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Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert.

Diskussion mit Hannes Hofbauer (Promedia Verlag)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16:30 Uhr, Kursraum 11)

Ist Migration grundsätzlich zu bejahen? Oder ist sie nicht vielmehr ein wichtiger Bestandteil von Ausbeutungsstrukturen? Die Näherin in einer bengalischen Bekleidungsfabrik erfüllt jedenfalls vergleichbare Funktionen im weltweiten Konkurrenzkampf wie der aus Asien oder Afrika nach Europa gekommene Migrant. Beide sind gezwungen, ihre Arbeitskraft extrem billig auf den Markt zu werfen. Doch während sich die Öffentlichkeit darüber einig ist, Weltmarktfabriken in Billiglohnländern zu kritisieren, umgibt den Import billiger ArbeiterInnen in die Zentren der Weltwirtschaft ein Mythos von Mobilität, die als fortschrittlich gilt. Zu Unrecht. Denn das sozial, regional und kulturell zerstörerische Potenzial der Migration in den Herkunfts- und Zielländern gerät damit aus dem Blickfeld.

Hannes Hofbauer gibt einen historischen Überblick über die großen Wanderungsbewegungen und ruft die Ursachen dafür in Erinnerung, die von Umweltkatastrophen über Kriege bis zu Krisen reichen, von denen die allermeisten menschlichen Eingriffen geschuldet sind. So zeichnen allein von westlichen Allianzen geführte Kriege für Millionen entwurzelte Menschen verantwortlich, die ebenso ihrer Lebensgrundlagen beraubt sind wie jene, die von ihrem Land vertrieben werden. Diesen Verwerfungen ist es geschuldet, dass ganze Generationen junger Menschen im globalen Süden, aber auch im Osten Europas ihre persönliche Zukunft in der Emigration sehen.

Mit der Massenmigration aus der Peripherie werden die Folgen der weltweiten Ungleichheit nun auch in den europäischen Zentralräumen – negativ – spürbar. Deregulierungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt erreichen neue Dimensionen. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu Sündenböcken macht. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen. Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure sind überfällig.

Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien und arbeitet als Publizist und Verleger. Im Promedia Verlag sind von ihm u.a. erschienen: „EU-Osterweiterung. Historische Basis – ökonomische Triebkräfte – soziale Folgen“ (2008), „Die Diktatur des Kapitals. Souveränitätsverlust im postdemokratischen Zeitalter“ (2014, 2. Auflage 2015) und „Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ (2016, 5. Auflage 2017).

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Über die Herausbildung Neuimperialistischer Länder

Lesung und Diskussion – Verlag Neuer Weg Essen
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30 Uhr, Kursraum 8)

Diese Analyse von Stefan Engel basiert auf den Erkenntnissen von Lenin über den Kapitalismus in seinem höchsten Stadium. Sie bleibt dabei aber nicht stehen. Sondern sie analysiert fundiert die konkrete Situation heute. Sie stellt damit einen wichtigen Diskussionsbeitrag in der internationalen marxistisch-leninistischen Bewegung dar.

Heute gibt es laut dieser Analyse 14 neu-imperialistische Staaten. Sie sind unterschiedlich groß, auf unterschiedlicher Entwicklungsstufe und haben eine unterschiedliche sozialökonomische Struktur und Geschichte: die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika; die MIST-Staaten Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei sowie Argentinien, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran. Ihren neuimperialistischen Charakter entwickelten diese Länder in einem bestimmten Zeitraum und Zusammenhang mit den jüngsten gesellschaftlichen Entwicklungen. 3,7 Milliarden Menschen leben in diesen 14 Ländern, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.

Das nicht zu beachten führt zu völlig falschen Schlussfolgerungen in der Strategie und Taktik, so im Friedenskampf. „Frieden mit Russland“ ist eine der typischen Losungen, die vollkommen die Realität ignoriert und die eine angesichts des Wettrüstens und der allgemeinen Kriegsgefahr dringend notwendige Friedensbewegung und anti-imperialistische Einheitsfront in die Sackgasse führt.

Radio Luxemburg

Am Samstag (2.2.) war Michael Wögerer, Koordinator der 2. Rosa Luxemburg Konferenz, in der Sendung „Radio Widerhall“ auf Radio ORANGE 94.0 zu Gast. Er sprach mit Eva Neureiter über die Idee zur Konferenz, das erste Mal und die Fortsetzung am 1./2. März 2019.

Die ganze Sendung zum Nachhören (ab Minute 21:00 beginnt das Gespräch zur Rosa Luxemburg Konferenz):