Auf dem Weg zu einer gerechten Welt: Die UN-Ziele bis 2030 und unser Beitrag

Round Table im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020
(Veranstalter: weltumspannend arbeiten)

Freitag, 13. März, 16.00 bis 17.30 Uhr
Kursraum 3

Am 25. September 2015 wurde in der Generalversammlung der Vereinten Nationen von allen 193 Mitgliedsstaaten die „Agenda 2030“ verabschiedet. Diese enthaltet 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), welche soziale, ökologische und ökonomische Aspekte umfassen und nichts Geringeres als die „Transformation unserer Welt“ zum Ziel haben.

Seit dem Beschluss der SDGs sind nun bereits rund fünf Jahre vergangen. Doch hat sich die Welt bisher zum Positiven verändert? Welche Schritte wurden unternommen, um Armut, Hunger und Ungleichheit abzubauen und menschenwürdige Arbeit, Geschlechtergerechtigkeit, hochwertige Bildung, Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen? Was hat das alles mit Österreich zu tun und welche Maßnahmen könnte die Gewerkschaftsbewegung ergreifen, um im Kampf für ein besseres Leben für alle Menschen dieser Welt erfolgreich zu sein?

Diese und weitere Fragen wollen wir im Rahmen eines „Round Table“ mit ExpertInnen diskutieren:

Moderation: Elisabeth Kerndl (weltumspannend arbeiten)

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Das Weltsozialforum in Mexiko 2021

Workshop mit Leo Gabriel im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 10:30 bis 12:00 Uhr
Kursraum 1

Lange Zeit war es still um die Sozialforum-Bewegung, die 2001 in Porto Alegre (Brasilien) unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ ihren Anfang nahm.

Nun soll im Jänner 2021 in Mexiko-Stadt das nächste Weltsozialforum stattfinden. Leo Gabriel, Mitglied im Vorbereitungskomitee, Promotor des Europäischen Sozialforums sowie Mitinitiator des Austrian Social Forum, berichtet in diesem Workshop von den Vorbereitungen auf Mexiko 2021. Darüberhinaus wollen wir gemeinsam diskutieren, wie wir auch in Österreich die Mobilisierung unterstützen können.

Veranstalter: weltumspannend arbeiten, der entwicklungspolitische Verein im ÖGB

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„Kubas Internationalismus – Angola 1975-1991“

Buchpräsentation von Wolfgang Mix im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 18.00 bis 19.30 Uhr
Kursraum 3

Ab 1975 schickte Kuba über einen Zeitraum von fast 15 Jahren etwa 400.000 militärische und zivile Freiwillige nach Angola. Sie verteidigten die dortige Volksregierung gegen Invasionstruppen des rassistischen südafrikanischen Apartheid-Regimes und unterstützten den Aufbau des Landes. Dem Freiheitskampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheiten in Namibia und Südafrika gaben sie notwendigen Rückhalt und entscheidende Impulse. Was bedeutet die Idee des proletarischen Internationalismus für die Menschen Kubas?

Wolfgang Mix (geb. 1952) studierte Kultur-, Sprach- und Sozialwissenschaften und unternahm in den 1980er Jahren häufige und ausgedehnte Reisen in Afrika. Politisch engagierte er sich seit den späten 1960er Jahren im internationalen Jugendbereich sowie in der Gewerkschaft und ist seit über 25 Jahren in der Solidaritätsbewegung mit Kuba aktiv.

Veranstalter: Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG)

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Jiddische Arbeiter*innenlieder

Workshop mit Isabel Frey im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 18:00 bis 19:30 Uhr
Kursraum 1

Wir lernen jiddische Arbeiter*innenlieder kennen und werden sie gemeinsam singen. Darüber hinaus erfahren wir Wissenswertes über die Sprache und den Kontext der Lieder.

Isabel Frey macht revolutionäre jiddische Musik und setzt sich mit der jüdischen Diaspora auseinander. Bekannt geworden ist die junge Künstlerin einer größeren Öffentlichkeit durch ihre Auftritte bei den Donnerstagsdemos in Wien.

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„Die neue ArbeiterInnenklasse“

Buchpräsentation von Veronika Bohrn Mena (ÖGB-Verlag) im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 16.00 bis 17.30 Uhr
Kursraum 10

Die Arbeitswelt wird zunehmend durch Angst und Unsicherheit geprägt. Mehr als zehn Prozent der Beschäftigten befürchten, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Befristete Arbeitsverhältnisse und atypische Beschäftigung nehmen zu. Frauen sind davon noch stärker betroffen als Männer. Das durch die ArbeiterInnenbewegung hart erkämpfte Normalarbeitsverhältnis droht zu verschwinden.

Dieses Buch liefert nicht nur einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von prekärer Beschäftigung in Europa seit den frühen 1980er-Jahren. Auch betroffene ArbeitnehmerInnen kommen darin zu Wort. Sie berichten von ihrem Leben und Leid mit miesen Jobs und prekären Arbeitsbedingungen. Mit ihrer Hilfe und durch sie zeigt die Autorin einfühlsam auf, was Hungerlöhne, fehlender rechtlicher Schutz und mangelnde soziale Absicherung für die Betroffenen und ihre Angehörigen tagtäglich bedeuten.

Nicht zuletzt macht das Werk eindrucksvoll deutlich, dass für Arbeitende kein Weg daran vorbeiführt, sich selbst als Kollektiv zu begreifen. Denn sie bilden unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer Hautfarbe und ihrem Alter eine Gemeinschaft, die mit den gleichen Problemen kämpft. Solidarisches Handeln stellt für lohnabhängige Menschen die einzige Möglichkeit zum Machtausgleich dar. Dieser ist nötig, um ein selbstbestimmtes, sicheres und chancengerechtes Leben für alle durchzusetzen.

„Ein sehr wichtiges Buch, das spürbar macht, wie eng Wirtschaft, Leben, Geld, Arbeit und Glück zusammenhängen.“ Sibylle Hamann

„Frei nach Marx: Fahrradkuriere, Pflegekräfte, Schichtarbeiterinnen, Crowdworker, Selbstständige und Journalistinnen, vereinigt euch!“ Taz, 24.11.2018

„Bohrn Mena findet deutliche Worte: „Es geht um die Verteilung von sehr viel Geld und Macht, darum, wer ,flexibel‘ sein soll und wer rücksichtslos die eigenen Interessen durchsetzen kann.“ Freitag, Ausgabe 45/2018

Die neue ArbeiterInnenklasse
Menschen in prekären Verhältnissen
Veronika Bohrn Mena
212 Seiten, € 19,90
3. Auflage 2020, ÖGB-Verlag
ISBN: 978-3-99046-451-9
Bestellung: besserewelt.at

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„Narrenschiff auf großer Fahrt“

Buchpräsentation von Mladen Savić im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 15:00 bis 16:30 Uhr
Kursraum 7

Mladen Savićs dritter Essay-Band misst das Gegebene am Möglichen und ist insoweit politisches Dynamit. Das Buch zeichnet mit seiner Schiffsmetapher eine gefühlt zukunftslose Gesellschaft: immer närrischer, immer widersinniger, wie getrieben, mitunter mit Narren am Ruder, umherirrend auf hoher See, irgendwie sich selbst überlassen in den Wogen der Weltgeschichte. Neue Ufer hat die Menschheit noch nicht erreicht und, genau genommen, auf ihrer Reise nicht einmal anvisiert. Die orientierungslosen Massen, wissend, dass es so nicht weitergeht, werden allmählich nervös. Machbar wäre mehr. Derweil wachsen ganze Generationen auf in Angst vor dem ökologischen Aus. Wie lässt sich wahre Veränderung da noch denken?

Die vorliegenden Essays versuchen, dieser intellektuellen Verunsicherung beizukommen durch kritische Analyse und konkrete Utopie. Verschiedene Horizonte tun sich hier literarisch auf und viele Themen werden mit frecher Feder bedient: von Liebe über Logik bis zu Revolution und Krieg, vom rechten Österreich bis zum korrupten Balkan – lauter Texte, die Kontexte liefern. Wenn Realität von Satire nun kaum mehr zu unterscheiden ist, weil die Welt wieder kopfzustehen scheint, ist man dem Zynismus der Macht begegnet, wie alle Zeiten ihn gekannt haben und kennen. Engagierte Literatur stellt, so gesehen, nur einen Akt der Selbstverteidigung dar, gegen gesellschaftliche Entwicklungen zum Schaden der Menschen. Wer will schon auf einem Narrenschiff leben!

„Jedes Wort auf diesem Stück Papier reiht sich ein in die gewaltige, geschichtliche Stimme der Namenlosen, die sich sehnsüchtig den Untergang dieses fundamental falschen Systems herbeiwünschen. Es wäre zu wünschen, dass die Mächtigen eines Tages wieder angsterfüllt vor deren Donnerchor ohne Rang und Namen erzittern. Wo sollten sie auch hin! Auf der Erde sind alle Gefangene; von hier gibt es kein Entkommen.“

Mladen Savić, geboren 1979 in Zagreb im blockfreien Jugoslawien, 1985 nach Österreich eingewandert, 1998 nach Québec, Kanada, übersiedelt. Philosophiestudium an der Bishop’s University in Lennoxville, Abschluss 2006. Rückkehr nach Wien 2007. Nun freischaffender Autor, Lektor und Übersetzer, Mitglied des österreichischen PEN-Clubs. Bucherscheinungen: Mücken und Elefanten. Essays, Reflexionen, Polemiken, Drava-Verlag, Edition TRI, 2016. Kurzgeschichtensammlung „Alltagserlebnisse“, Edition Taschenspiel, Verlag beim Augarten, 2016. Exklusivpublikation „Ein Fahrraduniversum“ zur internationalen Wiener Fahrradschau 2016, Verlag beim Augarten. Feuer am Dach. Essays, Reflexionen, Polemiken, Drava-Verlag, Edition TRI, 2017.

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Einseitige Zwangsmaßnahmen: ein imperialistisches Instrument für den „regime-change“

Seminar der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 3

Einseitige Zwangsmaßnahmen werden immer häufiger gegen souveräne Länder und Regierungen eingesetzt, die sich nicht der herrschenden kapitalistischen Weltordnung unterordnen. Völkerrechtswidrige Sanktionen und Blockaden werden verhängt, welche unmittelbare Folgen für die Entwicklung der Länder und das alltägliche Leben ihrer Bevölkerungen haben. Diese menschenrechtswidrigen Folgen sind beabsichtigt, denn die Bevölkerungen sollen zum Aufstand gegen die eigenen Regierungen getrieben werden.

Dieses Seminar…

  • gibt einen kurzen Überblick zu „einseitige Zwangsmaßnahmen“
  • zeigt das konkret auf an der Lage Kubas (angefragt: Botschafterin der Republik Kuba)
  • und Venezuelas (angefragt; Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela)
    Anschließend Fragen, Gedankenaustausch

Hände weg von Kuba, Venezuela, Nicaragua, von Syrien, Iran und Dutzende andere Länder!

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KPÖ Steiermark – FAQs und Mythen

Fragestunde mit Hanno Wisiak (KPÖ Steiermark) im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 12

Über die KPÖ Steiermark wird in der Linken oft gesprochen – mit ihr eher selten.
Was und wie ist die KPÖ Steiermark jetzt eigentlich in echt? Beitreibt sie nur »Schrebergartenpolitik« und verliert vor lauter »klein-klein« die großen Menschheitsziele aus den Augen? Macht ihre Gehaltsregelung sie zum »Charity-Verein« ohne politischen Anspruch? Ihre Haltung zur EU zum »Hort des Linksnationalismus«? Ist sie »sozialdemokratisch« oder aber »steinzeitstalinistisch«? Sind ihre Erfahrungen und Politikansätze für A&F oder aber verallgemeinerbar?

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Sneak Preview des Kinofilmes „One Word“

Ein Film über die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Marshallinseln – Unter Anwesenheit der Regisseurin Viviana Uriona (Anmeldung erforderlich!)

Freitag, 13. März, 18.00 bis 19.30 Uhr
Kursraum 12

Der Klimawandel ist eine drängende Herausforderung für die Menschheit. Unter den Linken des Westens wird diskutiert wie sich ökologische und soziale Ziele verbinden lassen und ob die Bewahrung des Planeten unter kapitalistischen Rahmenbedingungen überhaupt gelingen kann.

 

Doch was haben uns eigentlich Menschen zu sagen, die von den Folgen des Klimawandels bereits heute existentiell betroffen sind? Das erfahrt ihr, wenn ihr euch für den internen Sneak Preview des Kinofilmes „One Word“ anmeldet. Der Film nimmt euch mit auf die Marshallinseln. Einst wurden sie durch Atomwaffentests verheert, verstrahlt und vergiftet. Heute trifft „Climate Change“ die Inseln wie eine zweite riesige Bombe. Das ansteigende Meer erodiert das Land, versalzt das Grundwasser und tötet die Vegetation. Die steigenden Wassertemperaturen lassen die Korallenriffe sterben und setzen dem Fischreichtum ein Ende.

 

„One Word“ wird von den Stimmen der Bewohner*innen einer sterbenden Welt erzählt. Doch ihre Botschaften sind kraftvoll, lebendig und voller Optimismus: Gesellschaft und Mensch können und werden sich ändern, um die Zivilisation und den Planeten zu bewahren!

„One Word“ einstand als partizipatives Filmprojekt unter Einbindung vieler Marshallesen hinter der Kamera und am Schneidetisch.

Während und nach der Vorführung wird die Regisseurin des Filmes (Viviana Uriona) dabei sein.

 

Wichtig: Dies ist keine öffentliche Vorführung, sondern ein internes Preview, zu dem ihr euch anmelden müsst. Eure Meinungen, Fragen und Ideen werden der Produktion des Filmes helfen, ihre Öffentlichkeitskampagne für das Kino-Release in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorzubereiten. Wir werden „One Word“ in der englischen Sprachfassung mit deutschen Untertiteln zeigen.

 

Anmeldung per E-Mail unter Angabe von Vor- und Nachname unter international@oegb.at

 

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Das bedingungslose Grundeinkommen: alternative Armutsverwaltung statt Beseitigung der Armutsgründe

Vortrag & Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 15:00 bis 16:30 Uhr
Kursraum 10

Auffassungen, die den Kapitalismus von seinen hässlichen Schattenseiten bereinigen wollen, sind so alt wie der Kapitalismus selbst. Eine davon ist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Seine Vertreter meinen, angesichts des von ihnen festgestellten „nie dagewesenen Reichtums“ müsste die ebenfalls vorhandene Armut eigentlich nicht sein. Der von ihnen vorgeschlagene Königsweg, auf dessen Realismus sie große Stücke halten: Der Staat möge doch Einkommen nicht weiter an Erwerbsarbeit binden und jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen spendieren. Unterstellt wird dabei, dass alles für diesen Akt der Umverteilung Nötige nicht nur vorhanden, sondern auch für diese Verteilung verfügbar ist.

Im Vortrag und der anschließenden Diskussion soll nachgewiesen werden, dass diese Umverteilungsvorstellung nicht ohne Widersprüche und verkehrte Urteile über den Charakter einer kapitalistischen Ökonomie und die Rolle des Staates in ihr zu haben ist.

Veranstalter: Gegenargumente

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