Ein links-souveränistisches Projekt: Wozu? Und wohin führt das?

Diskussion von Selbstbestimmtes Österreich
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16:30 Uhr, Kursraum 6)

  • Markus Gartner, Autor und ehemaliger SP-Gemeinderat Hornstein
  • Boris Lechtaler, Solidarwerkstatt
  • Thomas Pierer, KPÖ Steiermark
  • Irina Vana, Antiimperialistische Koordination

Warum will Rot und Grün so gar keine Opposition gegen die schwarz-blaue Industriellenregierung gelingen? Und warum verhallt die Rassismus-Anklage der Linken? Wir versuchen zu erklären, warum ein linkes Projekt für den Bruch mit dem neoliberalen Regime die arbeitenden Menschen und die Armen nur ansprechen kann, wenn es inhaltlich wie symbolisch die Volkssouveränität gegen die kapitalistischen Eliten und ihre EU ins Zentrum stellt. Wir wollen an der österreichischen Neutralität anknüpfen, im antifaschistischen, demokratischen, sozialen und friedenspolitischen Sinn.

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Ein 12-Stunden-Tag für Österreich

Diskussion des Arbeitskreis Gegenpositionen
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16:30 Uhr, Kursraum 8)

Unter dem Protest der Gewerkschaften kam die österreichische Regierung im Jahr 2018 einer jahrelangen Forderung der Arbeitgeber nach und ordnete eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten an: Die können seit 1. September 2018 ihre Belegschaften bis zu 12 Stunden arbeiten lassen, ohne dass es dafür noch einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat bedarf. Der Arbeitnehmer bekam eine ‚Freiwilligkeitsgarantie‘ geschenkt, er darf die 11. und 12. Stunde also „ohne Angabe von Gründen“ ablehnen und „deswegen nicht benachteiligt werden“.

Damit sich keiner in der Republik darüber täuscht, wie notwendig und vernünftig das neue Arbeitszeitgesetz ist, betrieb die Wirtschaftskammer im Vorfeld eine großflächige Aufklärungskampagne in Lyrik und Prosa, in der sie es explizit auf den Nachweis anlegte, dass auch und gerade für die Bedürfnisse moderner Arbeitnehmer die Neuerungen eine gute Nachricht seien.  In der Empörung, die sie von den Betroffenen erntete, gingen ihre Auskünfte über ein paar hässliche Wahrheiten bezüglich der ersten 8, 9 oder 10 Stunden des Arbeitstages und der verbleibenden Freizeit, mit denen sie ihr Publikum agitierte, leider ziemlich unter. Sie und auch ihre gewerkschaftlichen Widersacher gaben im Streit über den 12-Stunden Tag auf ihre Weise

Auskunft über die Widersprüche der Erwerbsquelle Lohnarbeit

die – auch in gschpasiger Mundart vorgetragen – alles andere als eine österreichische Spezialität sind, sondern zur kapitalistischen ‚Arbeitswelt‘ und ihren anerkannten Fortschritten gehören. Was man an den von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung vorgetragenen Argumenten pro und contra des neuen 12-Stunden Tages über die Widersprüche der Erwerbsquelle Lohnarbeit lernen kann, diskutieren wir mit allen Interessierten.

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Titelbild: pixabay.com/User: geralt; public domain

Ich fürchte niemanden – Adelheid Popp und Frauenwahlrecht

Buchpräsentation mit Gernot Trausmuth (Mandelbaum Verlag)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16.30 Uhr, Kursraum 3)

Das allgemeine, gleiche Wahlrecht »aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts« war eine der wichtigsten ­Errungenschaften der Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs. Am 4. März 1919 konnten endlich die ersten ­weiblichen Abgeordneten im österreichischen Parlament angelobt ­werden. Unter ihnen befand sich Adelheid Popp (1869–1939), die auf drei Jahrzehnte des Kampfes für das Frauenwahlrecht zurück­blicken konnte. Als junge Fabrikarbeiterin war Popp der Sozial­demokratie beigetreten und hatte wie keine andere Anteil am Aufbau einer starken proletarischen Frauen­bewegung.
Das allgemeine (Frauen-)Wahlrecht war für die »Erweckerin der Frauen« kein Ziel an sich, sondern nur ein Mittel im Streben nach umfassendem Arbeiterinnenschutz, kürzeren Arbeits­zeiten und letztlich einer Welt ohne ­Ausbeutung. Diese Biografie zeichnet ihr Leben und Wirken bis zu ihrem Einzug ins Parlament nach und gibt dabei einen völlig neuen Blick auf die Theorie und Praxis der frühen ArbeiterInnen­bewegung.

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Regional, saisonal, unfair. Für die Rechte der Erntehelfer_innen!

Workshop von Cordula Fötsch und Sónia Melo
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16.30 Uhr, Kursraum 1)

Die Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntehelfer_innen in Österreich ist eine Aufklärungs- und Unterstützungskampagne für (vorwiegend migrantische) Erntearbeiter_innen, die in mehreren Bundesländern in Österreich von der PRO-GE (Produktionsgewerkschaft im ÖGB) gemeinsam mit unabhängigen Aktivist_innen und NGOs durchgeführt wird. In diesem Workshop wollen wir den Teilnehmer_innen der Rosa Luxemburg Konferenz in Wien unsere Arbeit vorstellen, sie für die Ausbeutung auf landwirtschaftlich genutzten Feldern in Österreich sensibilisieren, über die Missstände und Handlungsmöglichkeiten informieren und nicht zuletzt potentielle Aktivist_innen ansprechen.

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Geschichten im Ernst

ACHTUNG! KONZERT ENTFÄLLT LEIDER KRANKHEITSBEDINGT

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Geschichten im Ernst haben sich vor allem in der Wiener und steirischen kulturpolitischen Szene mit ihren beiden antifaschistischen Musiktheatern „Richard Zach“ und „Opa, Rebell“ einen Namen gemacht.

2013 startete das politische Bandprojekt mit Gedichtvertonungen des steirischen Widerstandskämpfers, Lehrers und Dichters Richard Zach sowie mit Neuinterpretationen von ArbeiterInnen- und Protestliedern.

2015 konnten sie die Schauspielerin Christina (Nena) Kiesler für ihr Projekt gewinnen sowie auch Wini Hofer, der als Autor der beiden Musiktheaterstücke fungierte. Im selben Jahr wurden Geschichten im Ernst mit ihrer Gedichtvertonung „Aufruf“ zum Publikumssieger beim Protestsongcontest gewählt.

2017 feierte das Projekt die Premiere ihres neuen Musiktheaters „Opa,Rebell“: Eine junge Zeithistorikerin recherchiert für ein Schulprojekt über den obersteirischen Arbeiter und Partisanen Sepp Filz. Seine Arbeitskämpfe, seine „Walz“, seinen bewaffneten Widerstand gegen die Nazidiktatur. 8 Songs illustrieren diese einmalige Lebensgeschichte vom Zerfall der Monarchie über Austrofaschismus und Faschismus bis zum Staatsvertrag.

Die Besetzung der Band wechselte im Laufe der Jahre. Iris Stern am Gesang und an der Gitarre sowie Skippy Jovanovics an der Gitarre sowie Backgroundgesang sind seit Beginn an Teil des Ensembles. 2017 kam Alex Kerbl als Schlagzeuger dazu.

Geschichten im Ernst (v.l.n.r.: Skippy Jovanovics, Iris Stern, Christina Kiesler, Alex Kerbl)

Rosa kehrt zurück

Theater-Matinée auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz Wien
Samstag, 2. März, 9.15 Uhr, im großen Saal der VHS Hietzing

„GEHEIMSACHE ROSA LUXEMBURG“

mit Anita Zieher als Rosa Luxemburg
Musik: Ingrid Oberkanins (Percussion)

Zu ihrem 148. Geburtstag und 100 Jahre nach ihrer Ermordung erweckt das Portraittheater Rosa Luxemburg wieder zum Leben.

Anita Zieher als Rosa Luxemburg (Foto: © Reinhard Winkler/portraittheater.net)

Sie war eine bedeutende Kämpferin, Theoretikerin und Politikerin der europäischen Arbeiterbewegung. Ihr gewaltsamer Tod, die Gefängnisaufenthalte, das unbedingte Einstehen für ihre Ansichten, der Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter waren einzigartig in der Geschichte. Ihre Briefe zeugen von einer sensiblen und unerschütterlich optimistischen Einstellung. Ihre Reden gelten als brillante Glanzstücke der Rhetorik. Aber sie gilt auch als fehlerhaft, als aufmüpfige Sozialdemokratin, als Kommunistin, Abtrünnige und Aufhetzerin.

In „Geheimsache Rosa Luxemburg“ wagt sich portraittheater an das Denken der sozialistischen Vordenkerin heran. In der Regie von Sandra Schüddekopf lassen Anita Zieher (Schauspiel) und Ingrid Oberkanins (Percussions) das komplexe Bild einer Frau entstehen, die unerschrocken gesagt hat, was ist.

Unpolitisch sein heißt politisch sein ohne es zu merken.
Rosa Luxemburg

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Free Willy – Lieder für den (täglichen) (Klassen)Kampf

Konzert auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz
Freitag, 1. März, ab 19.30 Uhr

„Free Willy“ ist keine Abteilung von Greenpeace oder einer Wal-Schutzbewegung. Die Band „Free Willy“ ist der musikalisch entfesselte Teil des Kulturvereins Willy. Gesungen werden bekannte und vielleicht (noch) weniger bekannte ArbeiterInnenlieder, Friedenslieder, Protestlieder.

Free Willy spielt Musik, die Lust auf Veränderung macht, die uns im Widerstand gegen Kapital und Rechtsextreme stärkt & die die Kraft der Solidarität zeigt.

Free Willy, das sind (v.l.n.r.): Gigsante (Girarre, Mandoline, Cuban Tres, Gesang), Fiona (Violine), Frizzante (Gitarre, Kazoo, Gesang), Herbante (Gitarre, Gesang), Fossante (Bass, Gesang)

Titelbild: Free Willy bei der Abschlusskundgebung der Grossdemonstration gegen Schwarz/Blau am 15.12.2018 am Wiener Heldenplatz (Quelle: facebook.com/freewillyband1)

aufwachen! aufwachen! aufwachen!

Karikaturen zur Zeit von Alfred Kohlbacher

Ausstellung im Rahmen der 2. Rosa Luxemburg Konferenz
Eröffnung am Freitag, 1. März 2019, 17.45 Uhr (VHS Hietzing)

Zu den Karikaturen von Alfred (Ali) Kohlbacher:

Ali Kohlbachers Karikaturen sind seine Kommentare und Urteile zu den Mechanismen und Folgen des herrschenden Neoliberalismus, die ihn betroffen machen, die in ärgern und schmerzen. Ali Kohlbacher ist ein antikapitalistisch und internationalistisch denkender und handelnder Sozialdemokrat. Schonungslos führt er die Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse in Österreich und in der Welt, den Menschen drastisch vor Augen, nicht um zu jammern oder zu klagen, sondern um aufzurufen, für ein sozial gerechtes, freies, friedliches und mit der Natur versöhntes Leben weltweit in Solidarität vereint zu kämpfen. Er will mit seinen Karikaturen beitragen um eine bessere Welt zu schaffen, in der seine Karikaturen nicht mehr notwendig sind.

Ali Kohlbacher im O-Ton: „Mein an marxistischer Philosophie geschultes Menschen- und Gesellschaftsbild und mein systemisches Denken lassen mich in allen Träumen, Wünschen und Handlungen der Menschen und Institutionen das Wirken der ökonomischen „Gesetzlichkeiten“ und ethischen Normen des herrschenden neoliberalen Gesellschaftssystems erkennen. Kapitalismus ist eben nicht nur ein Wirtschaftssystem, sondern prägt auch den kulturellen „Überbau“. Die herrschenden Gedanken sind die Gedanken der Herrschenden (So Marx). Sie spiegeln sich in den Liebesbeziehungen, im Umgang mit den Menschen oder im Umgang mit der Natur die Normen des Kapitalismus. Das „Ich zuerst“ hat zunehmend das „Wir gemeinsam“ verdrängt.

„Spitze Feder“ – Karikaturen von Ali Kohlbacher auf Unsere Zeitung

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Early-Bird-Aktion für Infotische & Programmbeiträge auf der II. Rosa Luxemburg Konferenz (bis 15. Dezember 2018)

Nach über 70 unterstützenden Organisationen & Initiativen beim ersten Mal, sollen auch bei der II. Rosa Luxemburg Konferenz am 1./2. März 2019 wieder progressive Organisationen, Vereine und Verlage ihre Arbeit mit Infoständen und inhaltlichen Programmpunkten präsentieren können.

Aufgrund der großen Nachfrage und um die Planung der Konferenz zu erleichtern, empfehlen wir eine möglichst rasche Anmeldung der Infotische und Programmbeiträge. Dazu haben wir auch eine spezielle Aktion: Alle, die sich bis zum 15. Dezember 2018 anmelden, erhalten den vergünstigten Early-Bird-Tarif von 50,- Euro pro Infotisch/Programmbeitrag (ab 16.12.: 75,- Euro).

Hier geht es zur:

Anmeldung für Infotische/Programmbeiträge

Alle TeilnehmerInnen werden auf rosaluxemburgkonferenz.at/unterstuetzerinnen mit Name und Link erwähnt.

Titelbild: Early Bird pecks den ersten Wurm; © torange.bizCreative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Nach- und Vorbesprechung Rosa Luxemburg Konferenz 2018/2019

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18.30 Uhr,
Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss)

Wir laden alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich an der Rosa Luxemburg Konferenz 2018 aktiv beteiligt haben und alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich bei der Planung zur Rosa Luxemburg Konferenz 2019 (Wien) aktiv beteiligen wollen, herzlich ein am Mittwoch, den 27. Juni um 18.30 Uhr ins Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss) zu kommen.

Wir wollen die 1. Rosa Luxemburg Konferenz kritisch-solidarisch Revue passieren lassen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und erste Überlegungen für die 2. Konferenz am 1./2. März 2019 anstellen.

Wir freuen uns auf Dein Kommen!