»Wer sich nicht bewegt, …«

COUNTDOWN BIS ZUR II. ROSA LUXEMBURG KONFERENZ, Wien 2019

Nach der erfolgreichen Premiere 2018, wollen wir bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz wieder zwei Tage lang die Möglichkeit bieten, Analysen, Erfahrungen und Strategien fortschrittlicher Organisationen in Österreich und international zu diskutieren.

Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn in und um Österreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus entwickeln. Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung können überwunden werden, doch »Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht« (Rosa Luxemburg).

Ein Forum für linken Dialog

Zum Selbstverständnis der Rosa Luxemburg Konferenz

100 Jahre nach der Ermordung Rosa Luxemburgs und anlässlich ihres 148. Geburtstages findet am 1./2. März bereits zum zweiten Mal eine Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Sie soll ein Forum für linken Dialog sein, über 60 progressive Organisationen & Initiativen mit unterschiedlichen politischen Inhalten und Schwerpunkten werden sich daran beteiligen. Obgleich alle das gemeinsame Ziel verfolgen eine bessere Welt zu schaffen, gibt es naturgemäß bei dieser Vielzahl an AkteurInnen auch Widersprüche, die zu Tage treten.

Es ist uns ein großes Anliegen diese Widersprüche offen und konstruktiv zu diskutieren. Auf rund 40 Informationstischen haben die teilnehmenden Organisationen & Initiativen die Möglichkeit ihre Standpunkte darzulegen, in über 30 selbstorganisierten Workshops werden unterschiedlichste Themen diskutiert und in zwei zentralen Podiumsdiskussionen erfolgt ein pluralistischer Gedankenaustausch über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg.

Als Veranstalter legen wir großen Wert auf einen respektvollen und solidarischen Umgang untereinander und bitten alle TeilnehmerInnen der Rosa Luxemburg Konferenz gegensätzliche Meinungen zuzulassen und miteinander in Dialog zu treten. Innerhalb der Linken gibt es unterschiedliche Meinungen und Ansätze. Bei so einer großen Anzahl an Organisationen & Initiativen kann und wird es natürlich vorkommen, dass Meinungen vertreten sind, mit denen man sich persönlich nicht identifizieren kann. Das darf und soll auch so sein!
Selbst wir als Veranstalter gehen nicht mit allen Positionen, die auf der Rosa Luxemburg Konferenz vertreten sind, konform, werden uns aber trotzdem mit aller Kraft für einen pluralistischen Austausch einsetzen.

Selbstverständlich hat die freie Meinungsäußerung auch ihre Grenzen: Antisemitismus, Chauvinismus, Sexismus und Rassismus in jedweder Form haben auf der Rosa Luxemburg Konferenz keinen Platz!

Über den sorglosen Umgang mit Begrifflichkeiten

Wenige Wochen vor der Rosa Luxemburg Konferenz 2019 wurden wir mit dem Vorwurf konfrontiert, wir würden „antisemitischen Inhalten“ Platz geben. Das hat uns – auch aus persönlichen Gründen – tief getroffen und wir weisen diesen Vorwurf auf das Entschiedenste zurück.
Wir haben uns über alle Organisationen, Initiativen und Personen, die sich im Rahmen der Konferenz inhaltlich beteiligen, vorab informiert und betrachten den oben genannten Vorwurf daher als haltlos. Nicht nur, dass uns die Vorgehensweise nachdenklich stimmt, so schockiert uns die leichtfertige Verwendung dieses Begriffes und wie einfach man selbst als Veranstalter einer durch und durch linken Konferenz mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert und öffentlich diffamiert wird. In Anbetracht des tatsächlich zunehmenden Rechtsradikalismus in Europa, halten wir es für gefährlich mit derartigen Begriffen inflationär umzugehen, weil sie dadurch ihrer Bedeutung entraubt werden. Wir wünschen uns, dass diese Diffamierung zumindest den positiven Effekt hat, sich die bewusstere Verwendung von Begrifflichkeiten wieder ins Gedächtnis zu rufen!

Ines Levy & Michael Wögerer
KoordinatorInnen der Rosa Luxemburg Konferenz 2019

„Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“

Am 1./2. März findet in der VHS Hietzing die 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt – Rund 60 Organisationen unterstützen das linke Vernetzungstreffen – Die Veranstalter luden zur Programmpräsentation „Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“ weiterlesen

Radio Luxemburg

Am Samstag (2.2.) war Michael Wögerer, Koordinator der 2. Rosa Luxemburg Konferenz, in der Sendung „Radio Widerhall“ auf Radio ORANGE 94.0 zu Gast. Er sprach mit Eva Neureiter über die Idee zur Konferenz, das erste Mal und die Fortsetzung am 1./2. März 2019.

Die ganze Sendung zum Nachhören (ab Minute 21:00 beginnt das Gespräch zur Rosa Luxemburg Konferenz):

Ich fürchte niemanden – Adelheid Popp und Frauenwahlrecht

Buchpräsentation mit Gernot Trausmuth (Mandelbaum Verlag)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16.30 Uhr, Kursraum 3)

Das allgemeine, gleiche Wahlrecht »aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts« war eine der wichtigsten ­Errungenschaften der Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs. Am 4. März 1919 konnten endlich die ersten ­weiblichen Abgeordneten im österreichischen Parlament angelobt ­werden. Unter ihnen befand sich Adelheid Popp (1869–1939), die auf drei Jahrzehnte des Kampfes für das Frauenwahlrecht zurück­blicken konnte. Als junge Fabrikarbeiterin war Popp der Sozial­demokratie beigetreten und hatte wie keine andere Anteil am Aufbau einer starken proletarischen Frauen­bewegung.
Das allgemeine (Frauen-)Wahlrecht war für die »Erweckerin der Frauen« kein Ziel an sich, sondern nur ein Mittel im Streben nach umfassendem Arbeiterinnenschutz, kürzeren Arbeits­zeiten und letztlich einer Welt ohne ­Ausbeutung. Diese Biografie zeichnet ihr Leben und Wirken bis zu ihrem Einzug ins Parlament nach und gibt dabei einen völlig neuen Blick auf die Theorie und Praxis der frühen ArbeiterInnen­bewegung.

Link zur Facebook-Veranstaltung

Geschichten im Ernst

Konzert auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz
Samstag, 2. März, ab 19.30 Uhr

Geschichten im Ernst haben sich vor allem in der Wiener und steirischen kulturpolitischen Szene mit ihren beiden antifaschistischen Musiktheatern „Richard Zach“ und „Opa, Rebell“ einen Namen gemacht.

2013 startete das politische Bandprojekt mit Gedichtvertonungen des steirischen Widerstandskämpfers, Lehrers und Dichters Richard Zach sowie mit Neuinterpretationen von ArbeiterInnen- und Protestliedern.

2015 konnten sie die Schauspielerin Christina (Nena) Kiesler für ihr Projekt gewinnen sowie auch Wini Hofer, der als Autor der beiden Musiktheaterstücke fungierte. Im selben Jahr wurden Geschichten im Ernst mit ihrer Gedichtvertonung „Aufruf“ zum Publikumssieger beim Protestsongcontest gewählt.

2017 feierte das Projekt die Premiere ihres neuen Musiktheaters „Opa,Rebell“: Eine junge Zeithistorikerin recherchiert für ein Schulprojekt über den obersteirischen Arbeiter und Partisanen Sepp Filz. Seine Arbeitskämpfe, seine „Walz“, seinen bewaffneten Widerstand gegen die Nazidiktatur. 8 Songs illustrieren diese einmalige Lebensgeschichte vom Zerfall der Monarchie über Austrofaschismus und Faschismus bis zum Staatsvertrag.

Die Besetzung der Band wechselte im Laufe der Jahre. Iris Stern am Gesang und an der Gitarre sowie Skippy Jovanovics an der Gitarre sowie Backgroundgesang sind seit Beginn an Teil des Ensembles. 2017 kam Alex Kerbl als Schlagzeuger dazu.

Geschichten im Ernst (v.l.n.r.: Skippy Jovanovics, Iris Stern, Christina Kiesler, Alex Kerbl)

Infotreffen & Verteilaktion auf Großdemo gegen Schwarz-Blau

Zur Vorbereitung auf die in rund 80 Tagen stattfindende Rosa Luxemburg Konferenz 2019 finden auch heuer wieder Treffen für Interessierte und teilnehmende Organisationen statt.

Am 15. Dezember, um 13 Uhr, haben wir im hinteren Bereich des Café Westend (Mariahilfer Str. 128) Plätze reserviert. Bis 14 Uhr werden wir euch gerne über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren und für Fragen & Anregungen zur Verfügung stehen. Es wird dabei auch erste Flyer zur Bewerbung der Konferenz geben, die wir auf der anschließenden Großdemonstration gegen Schwarz-Blau (Start: Westbahnhof) verteilen werden. Wir bitten um Anmeldung zum Infotreffen unter redaktion@unsere-zeitung.at und Mithilfe bei der Verteilaktion im Anschluss.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Early-Bird-Aktion für Infotische & Programmbeiträge auf der II. Rosa Luxemburg Konferenz (bis 15. Dezember 2018)

Nach über 70 unterstützenden Organisationen & Initiativen beim ersten Mal, sollen auch bei der II. Rosa Luxemburg Konferenz am 1./2. März 2019 wieder progressive Organisationen, Vereine und Verlage ihre Arbeit mit Infoständen und inhaltlichen Programmpunkten präsentieren können.

Aufgrund der großen Nachfrage und um die Planung der Konferenz zu erleichtern, empfehlen wir eine möglichst rasche Anmeldung der Infotische und Programmbeiträge. Dazu haben wir auch eine spezielle Aktion: Alle, die sich bis zum 15. Dezember 2018 anmelden, erhalten den vergünstigten Early-Bird-Tarif von 50,- Euro pro Infotisch/Programmbeitrag (ab 16.12.: 75,- Euro).

Hier geht es zur:

Anmeldung für Infotische/Programmbeiträge

Alle TeilnehmerInnen werden auf rosaluxemburgkonferenz.at/unterstuetzerinnen mit Name und Link erwähnt.

Titelbild: Early Bird pecks den ersten Wurm; © torange.bizCreative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Nach- und Vorbesprechung Rosa Luxemburg Konferenz 2018/2019

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18.30 Uhr,
Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss)

Wir laden alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich an der Rosa Luxemburg Konferenz 2018 aktiv beteiligt haben und alle Menschen/Organisationen/Initiativen, die sich bei der Planung zur Rosa Luxemburg Konferenz 2019 (Wien) aktiv beteiligen wollen, herzlich ein am Mittwoch, den 27. Juni um 18.30 Uhr ins Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus (Stiftgasse 8, großer Saal, Erdgeschoss) zu kommen.

Wir wollen die 1. Rosa Luxemburg Konferenz kritisch-solidarisch Revue passieren lassen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und erste Überlegungen für die 2. Konferenz am 1./2. März 2019 anstellen.

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Radio und TV-Beiträge zur Rosa Luxemburg Konferenz 2018

Während etablierte, bürgerliche Medien die Rosa Luxemburg Konferenz zumeist völlig ignoriert haben, gab es zahlreiche alternative Medien, die ausführlich darüber berichteten:

785. radio%attac – Sendung, 26. 03. 2018:

Radio Widerhall vom 17.3.2018: Eure Ordnung ist auf Sand gebaut – Einblick in die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Wien 2018:

WienTV.org: 1. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien – „Eure Ordnung ist auf Sand aufgebaut“ (5.3.2018)