Wer war Rosa Luxemburg?

Vortrag über Leben und Werk
Donnerstag, 31. Oktober 2019, 19:30 bis 20:45 Uhr, VHS Landstraße
(Hainburger Str. 29, 1030 Wien)

Vor 100 Jahren wurde sie in Berlin ermordet, weil sie unbeugsam gegen den Krieg auftrat, für ihren Kampf in der Arbeiterbewegung gegen Nationalismus und Opportunismus schlug ihr gleichsam Bewunderung und Hass entgegen. Als Gründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands freute sie sich über den Sieg der Russischen Oktoberrevolution, kritisierte aber die spätere Politik Lenins. Die Rede ist von Rosa Luxemburg, einer Frau, die ihr politisches Engagement mit dem Leben bezahlen musste.

In diesem Vortrag befassen wir uns mit Leben und Werk der in Zamość (Polen) geborenen Rozalia Luksenburg, einer der einflussreichsten Vertreterin des proletarischen Internationalismus.

Kursleitung: Mag. Michael Wögerer, Koordinator der Rosa Luxemburg Konferenz Wien (13./14. März 2020, VHS Hietzing)

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Trotz alledem

Das Titelbild dieses Beitrages, fotografiert von Fritz Bader auf der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien, sagt mehr als tausend Worte. Abermals sind am Freitag & Samstag über 500 Menschen in die VHS Hietzing gekommen, und beteiligten sich an den Workshops & Podiumsdiskussionen, informierten sich an über 40 Infoständen und genossen Kunst & Kultur.

Wir haben uns gegenseitig Mut und Hoffnung gemacht, einen Ausweg zu finden aus einem System, das Armut, Hunger, Krieg und Umweltzerstörung hervorbringt.
Wir waren vielleicht nicht immer einer Meinung, was die konkreten Schritte sind, aber das gemeinsame Ziel ist klar.

Impressionen: Das war die 2. Rosa Luxemburg Konferenz Wien

Viele TeilnehmerInnen zeigten sich verwundert über vereinzelte Kritik mancher Organisationen im Vorfeld der Konferenz und drückten auf vielfältige Weise ihre Solidarität aus.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben, erste Gespräche zur 3. Rosa Luxemburg Konferenz im März 2020 laufen bereits.

Bis dahin „sieh, dass Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem!“ (Rosa Luxemburg)

Titelbild: Fritz Bader 

»Wer sich nicht bewegt, …«

COUNTDOWN BIS ZUR II. ROSA LUXEMBURG KONFERENZ, Wien 2019

Nach der erfolgreichen Premiere 2018, wollen wir bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz am 1./2. März in der VHS Hietzing wieder zwei Tage lang die Möglichkeit bieten, Analysen, Erfahrungen und Strategien fortschrittlicher Organisationen in Österreich und international zu diskutieren.

Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn in und um Österreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus entwickeln. Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung können überwunden werden, doch »Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht« (Rosa Luxemburg).

Das Programm der 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Österreich:

Ein Forum für linken Dialog

Zum Selbstverständnis der Rosa Luxemburg Konferenz

100 Jahre nach der Ermordung Rosa Luxemburgs und anlässlich ihres 148. Geburtstages findet am 1./2. März bereits zum zweiten Mal eine Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Sie soll ein Forum für linken Dialog sein, über 60 progressive Organisationen & Initiativen mit unterschiedlichen politischen Inhalten und Schwerpunkten werden sich daran beteiligen. Obgleich alle das gemeinsame Ziel verfolgen eine bessere Welt zu schaffen, gibt es naturgemäß bei dieser Vielzahl an AkteurInnen auch Widersprüche, die zu Tage treten.

Es ist uns ein großes Anliegen diese Widersprüche offen und konstruktiv zu diskutieren. Auf rund 40 Informationstischen haben die teilnehmenden Organisationen & Initiativen die Möglichkeit ihre Standpunkte darzulegen, in über 30 selbstorganisierten Workshops werden unterschiedlichste Themen diskutiert und in zwei zentralen Podiumsdiskussionen erfolgt ein pluralistischer Gedankenaustausch über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg.

Als Veranstalter legen wir großen Wert auf einen respektvollen und solidarischen Umgang untereinander und bitten alle TeilnehmerInnen der Rosa Luxemburg Konferenz gegensätzliche Meinungen zuzulassen und miteinander in Dialog zu treten. Innerhalb der Linken gibt es unterschiedliche Meinungen und Ansätze. Bei so einer großen Anzahl an Organisationen & Initiativen kann und wird es natürlich vorkommen, dass Meinungen vertreten sind, mit denen man sich persönlich nicht identifizieren kann. Das darf und soll auch so sein!
Selbst wir als Veranstalter gehen nicht mit allen Positionen, die auf der Rosa Luxemburg Konferenz vertreten sind, konform, werden uns aber trotzdem mit aller Kraft für einen pluralistischen Austausch einsetzen.

Selbstverständlich hat die freie Meinungsäußerung auch ihre Grenzen: Antisemitismus, Chauvinismus, Sexismus und Rassismus in jedweder Form haben auf der Rosa Luxemburg Konferenz keinen Platz!

Über den sorglosen Umgang mit Begrifflichkeiten

Wenige Wochen vor der Rosa Luxemburg Konferenz 2019 wurden wir mit dem Vorwurf konfrontiert, wir würden „antisemitischen Inhalten“ Platz geben. Das hat uns – auch aus persönlichen Gründen – tief getroffen und wir weisen diesen Vorwurf auf das Entschiedenste zurück.
Wir haben uns über alle Organisationen, Initiativen und Personen, die sich im Rahmen der Konferenz inhaltlich beteiligen, vorab informiert und betrachten den oben genannten Vorwurf daher als haltlos. Nicht nur, dass uns die Vorgehensweise nachdenklich stimmt, so schockiert uns die leichtfertige Verwendung dieses Begriffes und wie einfach man selbst als Veranstalter einer durch und durch linken Konferenz mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert und öffentlich diffamiert wird. In Anbetracht des tatsächlich zunehmenden Rechtsradikalismus in Europa, halten wir es für gefährlich mit derartigen Begriffen inflationär umzugehen, weil sie dadurch ihrer Bedeutung entraubt werden. Wir wünschen uns, dass diese Diffamierung zumindest den positiven Effekt hat, sich die bewusstere Verwendung von Begrifflichkeiten wieder ins Gedächtnis zu rufen!

Ines Levy & Michael Wögerer
KoordinatorInnen der Rosa Luxemburg Konferenz 2019

„Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“

Am 1./2. März findet in der VHS Hietzing die 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt – Rund 60 Organisationen unterstützen das linke Vernetzungstreffen – Die Veranstalter luden zur Programmpräsentation „Ein aufrechter Gang ist nicht nur durch Gymnastik zu erreichen“ weiterlesen

Radio Luxemburg

Am Samstag (2.2.) war Michael Wögerer, Koordinator der 2. Rosa Luxemburg Konferenz, in der Sendung „Radio Widerhall“ auf Radio ORANGE 94.0 zu Gast. Er sprach mit Eva Neureiter über die Idee zur Konferenz, das erste Mal und die Fortsetzung am 1./2. März 2019.

Die ganze Sendung zum Nachhören (ab Minute 21:00 beginnt das Gespräch zur Rosa Luxemburg Konferenz):

Ich fürchte niemanden – Adelheid Popp und Frauenwahlrecht

Buchpräsentation mit Gernot Trausmuth (Mandelbaum Verlag)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16.30 Uhr, Kursraum 3)

Das allgemeine, gleiche Wahlrecht »aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts« war eine der wichtigsten ­Errungenschaften der Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs. Am 4. März 1919 konnten endlich die ersten ­weiblichen Abgeordneten im österreichischen Parlament angelobt ­werden. Unter ihnen befand sich Adelheid Popp (1869–1939), die auf drei Jahrzehnte des Kampfes für das Frauenwahlrecht zurück­blicken konnte. Als junge Fabrikarbeiterin war Popp der Sozial­demokratie beigetreten und hatte wie keine andere Anteil am Aufbau einer starken proletarischen Frauen­bewegung.
Das allgemeine (Frauen-)Wahlrecht war für die »Erweckerin der Frauen« kein Ziel an sich, sondern nur ein Mittel im Streben nach umfassendem Arbeiterinnenschutz, kürzeren Arbeits­zeiten und letztlich einer Welt ohne ­Ausbeutung. Diese Biografie zeichnet ihr Leben und Wirken bis zu ihrem Einzug ins Parlament nach und gibt dabei einen völlig neuen Blick auf die Theorie und Praxis der frühen ArbeiterInnen­bewegung.

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Geschichten im Ernst

ACHTUNG! KONZERT ENTFÄLLT LEIDER KRANKHEITSBEDINGT

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Geschichten im Ernst haben sich vor allem in der Wiener und steirischen kulturpolitischen Szene mit ihren beiden antifaschistischen Musiktheatern „Richard Zach“ und „Opa, Rebell“ einen Namen gemacht.

2013 startete das politische Bandprojekt mit Gedichtvertonungen des steirischen Widerstandskämpfers, Lehrers und Dichters Richard Zach sowie mit Neuinterpretationen von ArbeiterInnen- und Protestliedern.

2015 konnten sie die Schauspielerin Christina (Nena) Kiesler für ihr Projekt gewinnen sowie auch Wini Hofer, der als Autor der beiden Musiktheaterstücke fungierte. Im selben Jahr wurden Geschichten im Ernst mit ihrer Gedichtvertonung „Aufruf“ zum Publikumssieger beim Protestsongcontest gewählt.

2017 feierte das Projekt die Premiere ihres neuen Musiktheaters „Opa,Rebell“: Eine junge Zeithistorikerin recherchiert für ein Schulprojekt über den obersteirischen Arbeiter und Partisanen Sepp Filz. Seine Arbeitskämpfe, seine „Walz“, seinen bewaffneten Widerstand gegen die Nazidiktatur. 8 Songs illustrieren diese einmalige Lebensgeschichte vom Zerfall der Monarchie über Austrofaschismus und Faschismus bis zum Staatsvertrag.

Die Besetzung der Band wechselte im Laufe der Jahre. Iris Stern am Gesang und an der Gitarre sowie Skippy Jovanovics an der Gitarre sowie Backgroundgesang sind seit Beginn an Teil des Ensembles. 2017 kam Alex Kerbl als Schlagzeuger dazu.

Geschichten im Ernst (v.l.n.r.: Skippy Jovanovics, Iris Stern, Christina Kiesler, Alex Kerbl)

Infotreffen & Verteilaktion auf Großdemo gegen Schwarz-Blau

Zur Vorbereitung auf die in rund 80 Tagen stattfindende Rosa Luxemburg Konferenz 2019 finden auch heuer wieder Treffen für Interessierte und teilnehmende Organisationen statt.

Am 15. Dezember, um 13 Uhr, haben wir im hinteren Bereich des Café Westend (Mariahilfer Str. 128) Plätze reserviert. Bis 14 Uhr werden wir euch gerne über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren und für Fragen & Anregungen zur Verfügung stehen. Es wird dabei auch erste Flyer zur Bewerbung der Konferenz geben, die wir auf der anschließenden Großdemonstration gegen Schwarz-Blau (Start: Westbahnhof) verteilen werden. Wir bitten um Anmeldung zum Infotreffen unter redaktion@unsere-zeitung.at und Mithilfe bei der Verteilaktion im Anschluss.