Das bedingungslose Grundeinkommen: alternative Armutsverwaltung statt Beseitigung der Armutsgründe

Vortrag & Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 15:00 bis 16:30 Uhr
Kursraum 10

Auffassungen, die den Kapitalismus von seinen hässlichen Schattenseiten bereinigen wollen, sind so alt wie der Kapitalismus selbst. Eine davon ist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Seine Vertreter meinen, angesichts des von ihnen festgestellten „nie dagewesenen Reichtums“ müsste die ebenfalls vorhandene Armut eigentlich nicht sein. Der von ihnen vorgeschlagene Königsweg, auf dessen Realismus sie große Stücke halten: Der Staat möge doch Einkommen nicht weiter an Erwerbsarbeit binden und jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen spendieren. Unterstellt wird dabei, dass alles für diesen Akt der Umverteilung Nötige nicht nur vorhanden, sondern auch für diese Verteilung verfügbar ist.

Im Vortrag und der anschließenden Diskussion soll nachgewiesen werden, dass diese Umverteilungsvorstellung nicht ohne Widersprüche und verkehrte Urteile über den Charakter einer kapitalistischen Ökonomie und die Rolle des Staates in ihr zu haben ist.

Veranstalter: Gegenargumente

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Die Wohnungsfrage im Kapitalismus

Vortrag & Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 11

In den Großstädten herrscht akute Wohnungsnot. 

Ja, auch in Wien, wo die Wohnungsfrage ach so vorbildlich von der städtischen Politik geregelt wird, die jeden 4. Einwohner damit beglückt, in einer stadteigenen Gemeindewohnung wohnen und Miete zahlen zu dürfen, wo die Mieten im üppigen Altbaubestand gesetzlich beschränkt sind und das genossenschaftliche Wohnen gefördert und rege gebaut wird.

Auch dort also, wo all die staatlichen Maßnahmen längst Realität sind, von denen man sich andernorts die Lösung der Wohnungsnot erhofft, wird das Problem, das Wohnungsnot heißt und das in einer notorischen Unterversorgung zahlungsbereiter Leute mit Wohnraum und ihrer Überversorgung mit dafür umso anspruchsvolleren Mietpreisen besteht, durch eben solche Maßnahmen nun mal nicht aus der Welt geschafft, sondern als bleibendes Problem gesetzlich betreut.

Was auch sonst.

Wo Grund und Boden durch die Macht des Staates zu privatem Eigentum gemacht sind und als stattliche Einkommensquelle lizenziert werden, sind die Ansprüche des Grundeigentums so unhintergehbar wie unvereinbar mit den Wohnansprüchen eines von Erwerbsarbeit lebenden Volkes und den Erträgen aus dieser seiner Einkommensquelle.

Die ‚Wohnungsfrage‘ ist deswegen so alt wie der Kapitalismus selbst und ist als solche überhaupt nicht ‚zu lösen‘. Allen Gentrifizierungskritikern, die das – mindestens für ihr Grätzel – unmöglich glauben können, und allen, die ansonsten an einer Kritik der politischen Ökonomie des Grundeigentums interessiert sind, können wir das beweisen …

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Ist die Inklusion im Kapitalismus möglich?

Buchvorstellung und Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 7

Soziales Netzwerk, Sozialraumorientierung, Inklusion und gesellschaftlicher Fortschritt von we-progress, Mark Staskiewicz.

Der Autor stellt sein neues Buch vor, dass seit Jänner 2020 vertrieben wird. Diskutiert soll die Frage werden, ob Inklusion im Kapitalismus möglich ist und ob die Inklusion bzw. Sozialraumorientierung ggf. auch kapitalismuskritische Bestandteile hat?

Einige Erfolgsfaktoren, die es in der sozialen Netzwerkarbeit im Bereich der Sozialraumorientierung und Inklusion gibt, sind in diesem Buch zu finden. Des Weiteren ist die Einordnung von sozialen Netzwerken und der Inklusions- bzw. Sozialraumarbeit zueinander bestimmt. Außerdem werden die Auswirkungen für die Organisationsentwicklung aufgezeigt und konkrete Empfehlungen an die sozialen Träger entwickelt. Das Ergebnis zeigt die große Bedeutung der sozialen Netzwerkarbeit für eine erfolgreiche Sozialraumarbeit und für die Erreichung von Fortschritten im Bereich der Inklusion. Die Arbeit belegt ferner wie weitreichend die Inklusionsforderung ist, dass sie mit den polit-ökonomischen Verhältnissen betrachtet und nur durch deren Veränderung umgesetzt werden kann und muss. Der Autor bietet eine neue, selbst entwickelte, Inklusionsdefinition an.

Mark Staskiewicz hat langjährige Leitungserfahrung eines Wohnverbundes für Menschen mit Behinderung, ist im Bereich von Supervision, Coaching, Prozessbegleitung Inklusion und Organisationsentwicklung tätig. Er engagiert sich in der Sozialraumarbeit, u.a. als Obmann des Nachbarschaftsvereins Interessensgemeinschaft Wohnalage Messequartiers, als Obfrau-Stelvertreter des Vereins Welt ohne Grenzen und ist Moderator des Netzwerks Inklusiove Bildung in der Steiermark. Desweiteren ist er Mitglied der KPÖ in Graz und für die Liste GLB-KPÖ im Arbeitskreis für Pflege und Sozialberufe der Arbeiterkammer Steiermark. u.a. ist er auch Autor von Broschüren wie „Sozialismus-Diskussion“.

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