Ungarn: Zivilgesellschaft & Gewerkschaften im Widerstand

ÖGB – Internationales Referat: Vortrag und Diskussion mit Károly György, Internationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbundes MASZSZ
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 1)

Károly György, interationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbunds (Fotoquelle: kontrast.at)

In Ungarn brodelt es. Gegen den zunehmend autoritär regierenden Premierminister Viktor Orban regt sich Widerstand. Ende Dezember gingen tausende Menschen auf die Straße, um gegen ein Gesetz zu protestieren, das die zulässige Zahl der Überstunden pro Jahr von bisher 250 auf 400 erhöht. Inzwischen ist ein breites Bündnis aus Studierenden und fast allen ungarischen Oppositionsparteien entstanden und es geht längst um mehr. In den sozialen Medien kursieren „5 Forderungen für die Freiheit“: An erster Stelle steht die Rücknahme des „Sklavengesetzes“. Außerdem fordert die Protestbewegung weniger Überstunden für die Polizei, unabhängige Gerichte, Bekämpfung der Korruption durch Europäische Behörden und unabhängige Medien. Károly György, Internationaler Sekretär des Ungarischen Gewerkschaftsbundes MASZSZ, berichtet aus erster Hand über den Widerstand von Zivilgesellschaft und Gewerkschaften in Ungarn.

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Titelbild: MASZSZ

Der Kampf gegen Kinderarbeit im Kakao- und Tabakanbau

Workshop von weltumspannend arbeiten mit Gerhard Riess (Gewerkschaft PRO-GE)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 3)

Kinderarbeit ist ein globales Problem. Die reichen Industrieländer sind, weil sie die Produkte der Kinderarbeit kaufen, ebenso Teil des Systems wie die Erzeugerländer, wo Kinder für harte Arbeit herangezogen werden. Kinderarbeit auf Kakao- und Tabakplantagen ist besonders weit verbreitet. Laut einem Bericht der Tulane Universität (USA) aus dem Jahr 2015 arbeiten allein in der Elfenbeinküste und in Ghana mehr als zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen.

Fast alle Staaten der Welt haben sich dazu verpflichtet, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen, und obwohl sich im Jahr 2001 alle großen Schokolade-Unternehmen auf die Abschaffung der Kinderarbeit im Kakaoanbau bis 2020 geeinigt haben, ist sie weiterhin auf dem Vormarsch. Was können Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gegen die weiterhin bestehende Ausbeutung von Kindern unternehmen? Welche Strategien gibt es im Kampf gegen Kinderarbeit, insbesondere im Kakao- und Tabakanbau? Darüber informiert und diskutiert Gerhard Riess, zuständiger Branchensekretär der Gewerkschaft PRO-GE und Mitglied des europäischen Gewerkschaftsnetzwerkes cocoanet.eu.

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Titelbild: Kinder bei der Kakao-Ernte in Ghana (Quelle: jugendeinewelt.at)