Proletarischer Feminismus

Ein Workshop der Roten Frauenkomitees Österreich
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12:30 Uhr, Kursraum 9)

Überall auf der Welt sehen wir, dass die Frauen in den ersten Reihen der Proteste, Rebellionen und im organisierten Kampf stehen. Dass die Frauen nicht wie von den Herrschenden behauptet wird „schwach“ oder „unpolitisch“ sind, sondern eine starke kämpferische und revolutionäre Kraft! Die Geschichte der Frauenbewegung zeigt uns, dass der Kampf um die proletarische Linie in der Frauenbewegung die Grundlage dafür war, dass sich die Frauen massenhaft in den Kämpfen beteiligten und Siege errungen haben.

Im Workshop zum „Proletarischen Feminismus“ zeigen VertreterInnen der Roten Frauenkomitees Österreich den Ursprung des Patriarchats und die Grundlagen des Proletarischen Feminismus. Wir werden auch darüber diskutieren, was wir auf dieser Grundlage heute machen können, um weitere Schritte für eine klassenbewusste Frauenbewegung in Österreich zu machen!

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Kuba in guter Verfassung

Workshop der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 6)

In einem beispielhaften demokratischen Prozess wurde in Kuba eine neue Verfassung entwickelt. Ziel ist, die bereits erfolgten Veränderungen in der kubanischen Gesellschaft über die Verfassung zu legalisieren. Dabei geht es um die neu entstandenen Kleinunternehmen, die Bedingungen für Auslandsinvestitionen in Kuba, aber auch um gleichgeschlechtliche Ehe, Privateigentum und vieles andere mehr. Durch die neue Verfassung soll der sozialistische Weg Kubas abgesichert werden.

Marieta García Jordán, Botschaftsrätin für bilaterale Angelegenheiten an der kubanischen Botschaft in Wien, wird über den demokratischen Prozess von der Ausarbeitung des Verfassungsänderungsvorschlages bis zur Beschlussfassung durch Volksabstimmung am 24. Februar 2019, über die Beteiligung der Bevölkerung (auch von AuslandskubanerInnen) bei der Ausarbeitung und über die wichtigsten Neuerungen in der neuen/geänderten Verfassung berichten.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft betreibt seit 1969 Solidarität mit Kuba. Was für uns Solidaritätsarbeit bedeutet werden wir ebenfalls im Workshop darstellen.

Nach den einleitenden Referaten wird ausreichend Zeit für Fragen zur Verfügung stehen.

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Foto: Tony Hernández Mena/ACN (Quelle: trabajadores.cu)

STREIK! Alles was man darüber wissen sollte

Workshop der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative – International (KOMintern) mit David Lang
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 8)

Wer sich wehren will, der muss beginnen, Streiks vorzubereiten – denn ohne die wird’s nicht gehen!
Doch gerade bei Protest im Betrieb gibt es viele Fragen, die sich da stellen: Was kann mir passieren, wenn ich die Arbeit niederlege? Wer organisiert einen Streik? Und wie geht das überhaupt?

Bei diesem Workshop gibt es einerseits Informationen zu den (arbeits-)rechtlichen Grundlagen eines Streiks, andererseits Tipps und Erfahrungsaustausch, wie ein Streik am Erwerbs-Arbeitsplatz durchgeführt werden kann. Und es geht nicht zuletzt um Befähigungen für eine neue kämpferische Perspektive von unten sowie die dringend notwendige Wiederherstellung der Klassenfunktion der Gewerkschaften.

David Lang war kürzlich Vorsitzender eines der Streikkomitees im Sozial- und Gesundheitsbereich.

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Titelbild: David Lang (fb)

Maßnahmen zur Prävention von Abwertungsideologien

Wie verhindern wir, dass Jugendliche in rechtsextreme und radikal-islamistische Kreise geraten – Workshop mit Mario Springnagel (AWID-Projekt)
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 7)

Propaganda radikalen Inhalts und Frühstufen von Extremismen verschiedener ideologischer Herkunft sind oftmals gezielt auf Jugendliche zugeschnitten. Auch in Österreich ist es vor allem in Hinblick auf die virale Verbreitung über neue soziale Medien ein wesentliches Thema, diese frühzeitigen Versuche einer extremen ideologischen Einflussnahme im pädagogischen Umfeld zu identifizieren und Strategien dagegen zu entwickeln.

Das KIRAS-Projekt AWID setzt sich zum Ziel wirksame (social-media) Gegen-Maßnahmen zu entwickeln, sodaß verhindert werden kann, dass Jugendliche in eine extrem ideologische Vereinnahmung geraten. In diesem Workshop wollen wir das Projekt vorstellen und laden zu einem interaktiven und partizipativen Austausch ein.

Titelbild: Islamische Fundamentalisten 2012 im Hyde-Park von Sydney mit dem Plakat “Köpft alle, die den Propheten beleidigen” (behead all those who insult the Prophet) und “Unsere Toten sind im Paradies, eure Toten sind in der Hölle” (Our dead are in Paradise. Your dead are in HELL!); Foto: Jamie Kennedy/flickr.com, CC BY 2.0

Wir dichten, weil es die Regierung nicht ist

Workshop des Kulturverein Willy: Demo-Sprüche und Demo-Lieder gegen Schwarz-Blau
(Samstag, 2. März, 11:00 bis 12.30 Uhr, Kursraum 12)

Du hast coole Demo-Sprüche oder Lieder aufgeschnappt?
Bring sie ein und teile sie mit Anderen!
Aus dass die nächste (Do)Demo noch kreativer wird:
Dichten wir diese Regierung aus dem Amt! 😉

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Titelbild: pixabay.com / User: Tumisu public domain

ÖKO-SOZIALISMUS oder Barbarei – warum rot und grün zusammengehört

Workshop mit Josef Baum und Christian Zeller
(Freitag, 1. März, 16:00 bis 17.30 Uhr, Kursraum 9)

Rosa Luxemburg würde heute wahrscheinlich eine damalige Losung leicht ergänzen: „Öko-Sozialismus oder Barbarei“. Die globalen ökologischen Krisen, insbesondere die Klimakrise führen die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten an die Grenzen der Existenz. Desto länger effektive Maßnahmen hinausgezögert werden, desto radikaler werden früher oder später die notwendigen Lösungen sein. Und es spricht immer weniger dafür, dass solche effektive Lösungen im Rahmen des kapitalistischen Systems möglich sind. Doch wer ist das revolutionäre ökosozialistische Subjekt? Faktum ist, dass weltweit „Ärmere“ stärker von ökologischen Krisen betroffen sind, aber auch mehr von positiven Lösungen profitieren werden; und es ist nicht absehbar, dass es ohne „gerechte“ Lösungen überhaupt zu Lösungen kommen wird.

  • Einleitung: Josef BAUM (Purkersdorf): Verteilungsfragen und Ökologie/Klimapolitik – Warum rot und grün zusammengehört
  • Christian ZELLER (Salzburg): Ökosozialistische Grundkonzepte, Strategien und aktuelle Ansätze für Österreich.
  • Diskussion

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Hinweise:

Josef Baum (2018): Zum Öko-Sozialismus als Grundlage der Existenzsicherung der Menschheit

Aufbruch für eine ökosozialistischen Perspektive: Texte zur ökosozialistischen Perspektive

Bedingungsloses Grundeinkommen: Leitstern oder Irrlicht?

Workshop mit Anne Rieger (GLB Steiermark)
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 3)

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist in aller Munde. Die einen sehen in ihm den Ausweg aus Armut und Erwerbsarbeitszwang, die anderen eine Utopie, die in den Rahmenbedingungen des kapitalistischen Hier und Heute nicht mehr sein kann, als eine Beruhigungspille oder ein Mischung aus Kombilohn und Müttergehalt. Was steckt hinter dem BGE? Warum wird es auch von prominenten Kapitalisten unterstützt? Wird der Kapitalismus überwunden oder unterschätzt? Ist es ein Leitstern oder ein Irrlicht?

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Titelbild: pixabay.com / CC0 Public Domain

Revolutionäre Politik in nicht-revolutionären Zeiten: Die KPÖ Steiermark 1991 ff.

Workshop mit Robert Krotzer, KPÖ-Stadtrat in Graz
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 12)

„Ein Gespenst geht um in der Steiermark – das Gespenst des Kommunismus.“ – In unregelmäßigen Abständen machen JournalistInnen großer deutscher Zeitungen Station in der steirischen Landeshauptstadt Graz, um hier Erklärungen zu finden für ein für sie unerklärliches Phänomen: Eine Kommunistische Partei, die wie kaum eine andere marxistische Kraft im deutschsprachigen Raum in der Bevölkerung verankert ist, die in Kommunal- und Regionalparlamenten breit vertreten ist, außerparlamentarische Auseinandersetzungen führt und gerade in der Wohnpolitik soziale Errungenschaften durchsetzen konnte.

Wie es dazu  kam, wie die alltägliche Arbeit der steirischen KommunistInnen aussieht und welche strategischen Überlegungen damit verbunden sind, versuchen der Grazer KPÖ-Stadtrat Robert Krotzer sowie weitere AktivistInnen der steirischen KPÖ zu beleuchten und gemeinsam mit Interessierten zu diskutieren, welche Impulse davon für eine revolutionäre Linke in Österreich ausgehen können.

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Rosa Luxemburg, Ökonomik und der Globale Süden

Workshop vom Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie/Journal für Entwicklungspolitik
(Samstag, 2. März, 13:00 bis 14:30 Uhr, Kursraum 6)

Rosa Luxemburg leistete einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des Imperialismus am Beginn des 20. Jahrhunderts. In ihrem Buch Die Akkumulation des Kapitals kam sie 1913 zu der Erkenntnis, dass der Kapitalismus der ständigen Integration und Unterwerfung nichtkapitalistischer Sphären bedarf. Gewalt, Zwang und Überausbeutung seien demnach keine präkapitalistischen Residuen oder Abweichungen, sondern integraler Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise. Anlässlich einer Schwerpunktausgabe das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) zur Relevanz ihrer Theorie, wollen wir uns gemeinsam mit den TeilnehmerInnen kritisch mit Luxemburgs originären Ideen beschäftigen. Anhand von originalen Textfragmenten diskutieren wir ihre Konzeptualisierung des Kapitalismus und die Wechselwirkung zwischen Kapitalismus und nichtkapitalistischen Sphären.

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Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert.

Diskussion mit Hannes Hofbauer (Promedia Verlag)
(Samstag, 2. März, 15:00 bis 16:30 Uhr, Kursraum 11)

Ist Migration grundsätzlich zu bejahen? Oder ist sie nicht vielmehr ein wichtiger Bestandteil von Ausbeutungsstrukturen? Die Näherin in einer bengalischen Bekleidungsfabrik erfüllt jedenfalls vergleichbare Funktionen im weltweiten Konkurrenzkampf wie der aus Asien oder Afrika nach Europa gekommene Migrant. Beide sind gezwungen, ihre Arbeitskraft extrem billig auf den Markt zu werfen. Doch während sich die Öffentlichkeit darüber einig ist, Weltmarktfabriken in Billiglohnländern zu kritisieren, umgibt den Import billiger ArbeiterInnen in die Zentren der Weltwirtschaft ein Mythos von Mobilität, die als fortschrittlich gilt. Zu Unrecht. Denn das sozial, regional und kulturell zerstörerische Potenzial der Migration in den Herkunfts- und Zielländern gerät damit aus dem Blickfeld.

Hannes Hofbauer gibt einen historischen Überblick über die großen Wanderungsbewegungen und ruft die Ursachen dafür in Erinnerung, die von Umweltkatastrophen über Kriege bis zu Krisen reichen, von denen die allermeisten menschlichen Eingriffen geschuldet sind. So zeichnen allein von westlichen Allianzen geführte Kriege für Millionen entwurzelte Menschen verantwortlich, die ebenso ihrer Lebensgrundlagen beraubt sind wie jene, die von ihrem Land vertrieben werden. Diesen Verwerfungen ist es geschuldet, dass ganze Generationen junger Menschen im globalen Süden, aber auch im Osten Europas ihre persönliche Zukunft in der Emigration sehen.

Mit der Massenmigration aus der Peripherie werden die Folgen der weltweiten Ungleichheit nun auch in den europäischen Zentralräumen – negativ – spürbar. Deregulierungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt erreichen neue Dimensionen. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu Sündenböcken macht. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen. Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure sind überfällig.

Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien und arbeitet als Publizist und Verleger. Im Promedia Verlag sind von ihm u.a. erschienen: „EU-Osterweiterung. Historische Basis – ökonomische Triebkräfte – soziale Folgen“ (2008), „Die Diktatur des Kapitals. Souveränitätsverlust im postdemokratischen Zeitalter“ (2014, 2. Auflage 2015) und „Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ (2016, 5. Auflage 2017).

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