Erinnerungen von Vinzenz Böröcz

Buchpräsentation im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 15:00 bis 16:30 Uhr
Kursraum 3

Nachdem die erste Auflage der Erinnerungen von Vinzenz Böröcz (1915–1994) aus dem Jahr 1995 schon seit geraumer Zeit vergriffen ist, haben der Ottakringer Arbeiterbildungsverein (oabv) und der burgenländische KZ-Verband/VdA in Abstimmung mit Vinzenz Böröcz’ Sohn Bruno eine Neuauflage erarbeitet.

Die Biografie von Vinzenz Böröcz spiegelt die Geschichte des Burgenlandes im 20. Jahrhundert in all ihren unterschiedlichen Facetten wider: Geboren in einem nordburgenländischen Dorf zwischen Leithagebirge und Neusiedlersee, zu einer Zeit, als das heutige Burgenland noch Teil von Ungarn war, erlebte Vinzenz Böröcz die österreichische “Landnahme” nach dem Ersten Weltkrieg ebenso wie die Auflösung des Burgenlandes kurz nach Beginn der Terrorherrschaft des deutschen Faschismus. Er kämpfte für die Wiedererrichtung eines freien, demokratischen und antifaschistischen Österreich und gestaltete schließlich den Wiederaufbau seiner Heimat nach 1945 als Mitglied der ersten burgenländischen Landesregierung an entscheidender Stelle mit.

Aufgewachsen in einfachsten Verhältnissen, fand Vinzenz Böröcz früh seine politische Heimat innerhalb der burgenländischen Arbeiterbewegung und personifizierte wie kaum ein anderer die burgenländische KPÖ nach dem Zweiten Weltkrieg. In einem Bundesland, das nach wie vor zu einem Gutteil im Besitz einer einzigen Adelsfamilie steht, wurde die Forderung nach einer demokratischen Bodenreform zu seinem zentralen politischen Anliegen.

Veranstalter: KZ-Verband/VdA (Landesverbände Burgenland und Oberösterreich)

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„KRISE AM GOLF – Hintergründe, Analysen, Berichte“

Buchpräsentation mit Fritz Edlinger im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 15:00 bis 16:30 Uhr
Kursraum 1

Im Gebiet der größten Rohstofflager der Welt verschärfen sich die Konflikte. Mit Saudi-Arabien und dem Iran liegen einander zwei Erzfeinde an jenem Meer gegenüber, das als wichtigster Transportweg der fossilen Energieträger dient. Der Irak ist nach fast 20 Jahren Krieg völlig ausgelaugt, während die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar Bombeneinsätze in anderen arabischen Staaten fliegen.

Neben den regionalen Konfliktparteien agieren globale Mächte, allen voran die USA, die nach den zerstörerischen Interventionen im Irak (1991 bzw. 2003) als Schutzmacht des saudischen Königshauses auftreten. Diesem gegenüber steht die zerbrechlichere Allianz zwischen dem Iran und Russland. Als weitere „Außenseiter“ haben sich die Türkei und Israel militärisch in Stellung gebracht, während China mit seinem Projekt der „Neuen Seidenstraße“ auch in der Golfregion wirtschaftlich immer stärker auftritt.

Die Herausgeber Matin Baraki und Fritz Edlinger haben eine Reihe an ExpertInnen zu den brennendsten Fragen der Region versammelt. Sie beschäftigen sich in ihren Beiträgen neben den großen geopolitischen Konflikten und dem dominierenden Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten, der oftmals als Vorwand für konkrete Machtinteressen dient, auch mit den größten regionalen Konflikten, wie dem Krieg um den Jemen und die Feindschaft zwischen Saudi-Arabien und Katar.

KRISE AM GOLF
Hintergründe, Analysen, Berichte
(Promedia Verlag)

Mit Beiträgen von Marin Baraki, Fritz Edlinger, Ali Fatholla-Nejad, Robert Fitzthum, Heinz Gärtner, Jürgen Grässlin, Joachim Guilliard, Andreas Krieg, Norman Paech, Rachid Quaissa, Werner Ruf, Karin Leukefeld, Tyma Kraitt, Petr Kortunov, Fatih Sarac, Ludwig Watzal

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Die Wohnungsfrage im Kapitalismus

Vortrag & Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 11

In den Großstädten herrscht akute Wohnungsnot. 

Ja, auch in Wien, wo die Wohnungsfrage ach so vorbildlich von der städtischen Politik geregelt wird, die jeden 4. Einwohner damit beglückt, in einer stadteigenen Gemeindewohnung wohnen und Miete zahlen zu dürfen, wo die Mieten im üppigen Altbaubestand gesetzlich beschränkt sind und das genossenschaftliche Wohnen gefördert und rege gebaut wird.

Auch dort also, wo all die staatlichen Maßnahmen längst Realität sind, von denen man sich andernorts die Lösung der Wohnungsnot erhofft, wird das Problem, das Wohnungsnot heißt und das in einer notorischen Unterversorgung zahlungsbereiter Leute mit Wohnraum und ihrer Überversorgung mit dafür umso anspruchsvolleren Mietpreisen besteht, durch eben solche Maßnahmen nun mal nicht aus der Welt geschafft, sondern als bleibendes Problem gesetzlich betreut.

Was auch sonst.

Wo Grund und Boden durch die Macht des Staates zu privatem Eigentum gemacht sind und als stattliche Einkommensquelle lizenziert werden, sind die Ansprüche des Grundeigentums so unhintergehbar wie unvereinbar mit den Wohnansprüchen eines von Erwerbsarbeit lebenden Volkes und den Erträgen aus dieser seiner Einkommensquelle.

Die ‚Wohnungsfrage‘ ist deswegen so alt wie der Kapitalismus selbst und ist als solche überhaupt nicht ‚zu lösen‘. Allen Gentrifizierungskritikern, die das – mindestens für ihr Grätzel – unmöglich glauben können, und allen, die ansonsten an einer Kritik der politischen Ökonomie des Grundeigentums interessiert sind, können wir das beweisen …

info@gegenpositionen.at | gegenpositionen.at | facebook.com/gegenpositionen

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„Mit der Stasi ins Bett“

Lesung mit Stefan Spector im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 10

Stefan Spector war der erste Kandidat einer bürgerlichen Partei, der sich zu seiner Homosexualität bekannte. Darin war er Pionier. Mit gleicher Offenheit und Souveränität bekennt sich der Hamburger zu seiner Vergangenheit und spricht auch darüber, warum er die DDR und ihre Schwulenszene noch immer mag.

Link zum Buch „Mit der Stasi ins Bett – Die kurze Karriere eines Romeos“

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Ist die Inklusion im Kapitalismus möglich?

Buchvorstellung und Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 7

Soziales Netzwerk, Sozialraumorientierung, Inklusion und gesellschaftlicher Fortschritt von we-progress, Mark Staskiewicz.

Der Autor stellt sein neues Buch vor, dass seit Jänner 2020 vertrieben wird. Diskutiert soll die Frage werden, ob Inklusion im Kapitalismus möglich ist und ob die Inklusion bzw. Sozialraumorientierung ggf. auch kapitalismuskritische Bestandteile hat?

Einige Erfolgsfaktoren, die es in der sozialen Netzwerkarbeit im Bereich der Sozialraumorientierung und Inklusion gibt, sind in diesem Buch zu finden. Des Weiteren ist die Einordnung von sozialen Netzwerken und der Inklusions- bzw. Sozialraumarbeit zueinander bestimmt. Außerdem werden die Auswirkungen für die Organisationsentwicklung aufgezeigt und konkrete Empfehlungen an die sozialen Träger entwickelt. Das Ergebnis zeigt die große Bedeutung der sozialen Netzwerkarbeit für eine erfolgreiche Sozialraumarbeit und für die Erreichung von Fortschritten im Bereich der Inklusion. Die Arbeit belegt ferner wie weitreichend die Inklusionsforderung ist, dass sie mit den polit-ökonomischen Verhältnissen betrachtet und nur durch deren Veränderung umgesetzt werden kann und muss. Der Autor bietet eine neue, selbst entwickelte, Inklusionsdefinition an.

Mark Staskiewicz hat langjährige Leitungserfahrung eines Wohnverbundes für Menschen mit Behinderung, ist im Bereich von Supervision, Coaching, Prozessbegleitung Inklusion und Organisationsentwicklung tätig. Er engagiert sich in der Sozialraumarbeit, u.a. als Obmann des Nachbarschaftsvereins Interessensgemeinschaft Wohnalage Messequartiers, als Obfrau-Stelvertreter des Vereins Welt ohne Grenzen und ist Moderator des Netzwerks Inklusiove Bildung in der Steiermark. Desweiteren ist er Mitglied der KPÖ in Graz und für die Liste GLB-KPÖ im Arbeitskreis für Pflege und Sozialberufe der Arbeiterkammer Steiermark. u.a. ist er auch Autor von Broschüren wie „Sozialismus-Diskussion“.

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Die begrenzte Demokratie

Workshop im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Samstag, 14. März, 13:00 bis 14:30 Uhr
Kursraum 1

Impulsvortrag und Diskussion mit Birge Krondorfer (Frauenhetz)

Die liberale Demokratie ist von Aussen und von Innen infrage gestellt. Wir müssen uns mit dieser widersprüchlichen politischen Organisationsform auseinandersetzen, wir müssen ihre historischen und aktuellen Ausschlüsse wahrnehmen, unseren Lebensstil befragen und Pluralität und Solidarität, also Konfliktfähigkeit als Essenz des Demokratischen zu schützen.

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Demokratie statt EU-Imperium

Diskussion im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 18.00 bis 19.30 Uhr
Kursraum 11

Die Nation war auch in Österreich der politische Rahmen, in welchem sich schüchternen Ansätze von Demokratie entwickelten. Der Wohlfahrtsstaat wurde in der Zweiten Nachkriegszeit zum Ziel und Gipfel dieser Politik. Damit erreichte das System die Integration der Arbeiter und der Bevölkerung. Doch bald wurde dies den Eliten zu teuer. Aber wie sollten sie dies ändern, ohne die Integration zu gefährden, ohne in Faschismus abzugleiten?

Das post- und supranationale Imperium war eine geniale Idee. Die Bürokratie in Brüssel und Frankfurt zog alle wesentlichen politischen Entscheidungen an sich. Dazu aber mussten sie die Nation Österreich diskreditieren. Man sagte somit „Europa“. Das globale Finanz- und Industriekapital wird bedient. Die äußere Form des Parlamentarismus verblieb; die liberale Demokratie wurde so zum Fetisch der Eliten und ihrer Intellektueller. Wird die Bevölkerung diese Entmächtigung auf die Dauer wirklich mittragen?

Input von Albert F. Reiterer, Autor des Buches „Nation und Imperium“ (guernica-Verlag, 2019) und Boris Lechthaler, Solidarwerkstatt Österreich.

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Friedensarbeit in Österreich

Workshop im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 18.00 bis 19.30 Uhr
Kursraum 9

Das Aktionsbündnis für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit (AbFaNG) lädt dazu ein, Vorschläge für friedensstiftende Aktionen zu besprechen mit:

  • Peter Weish (Forum Wissenschaft und Umwelt)
  • Ilse Kleinschuster (Initiative Zivilgesellschaft)
  • Nadja Schmidt (Internat.Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen – ICAN Österreich)
  • Wilfried Leisch (Gewerkschafter gegen Atomenergie und Krieg)
  • Gerhard Kofler (Friedens-Attac)
  • Franz Sölkner (Rüstungsatlas Österreich)

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Vor welchen gemeinsamen Herausforderungen stehen Friedens- und Klimabewegung?

Workshop im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 16.00 bis 17.30 Uhr
Kursraum 9

Im Frühjahr 2020 findet mit „Defender 2020“ das größten NATO-Militärmanöver seit einem Vierteljahrhundert statt. Zehntausende SoldatInnen und tausende gepanzerte Fahrzeuge werden – mit enormem fossilen Aufwand – kreuz und quer durch Europa transportiert, um den Aufmarsch gegen Russland zu proben. Die EU investiert Milliarden, um Transportwege für diesen Truppentransporte „panzerfit“ zu machen. Auch unter türkis-grün soll der Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen fortgesetzt werden. Ab dem 2. Halbjahr stehen über 600 österreichische SoldatInnen „Gewehr bei Fuß“, um auf Zuruf des EU-Rats im Rahmen der EU-Battlegroups in Rohstoffkriege zu ziehen. Es gibt viele Gründe für Friedens- und Klimabewegung gemeinsam zu handeln. Konkrete Schritte in diese Richtung sollen bei diesem Workshop diskutiert werden. (Veranstalter: Solidarwerkstatt)

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Freie Radios in Österreich

Workshop im Rahmen der Rosa Luxemburg Konferenz 2020

Freitag, 13. März, 16.00 bis 17.30 Uhr
Kursraum 1

In Österreich arbeiten Radiomacher*innen in 14 Freien Radios an Medienprogramm abseits der Mainstream-Medien. Die Freien Radios geben Menschen eine Stimme, die sonst weniger in den Medien vorkommen (z.B.: Menschen mit anderen Erstsprachen, Kinder und Jugendliche, Minderheiten, etc) und es werden Themen und Ideen diskutiert, die sonst wenig Gehör finden.

Zoraida Nieto und Eva Neureiter stellen Radio Orange, das Freie Radio in Wien vor, das seit über 20 Jahren sendet und von 500 Radiomachenden bespielt wird.
Bei Interesse der Teilnehmer*innen können auch eigene Aufnahmen (z.B.: Interviews) gemacht werden.

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